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News aus der Fischbranche

20.05.2008  Irland: Kilometerlange Geisternetze sollen eingesammelt werden

Geisternetze sind ein seit längerem bekanntes Übel in den Weltmeeren: Netze, die bei der Fischerei verloren gegangen oder von Skippern entsorgt worden sind. Irland will dieses Problem nun zumindest für den Nordost-Atlantik zunächst im Rahmen eines Pilotprojektes angehen, teilt die Irische Seefischerei-Behörde (BIM) mit. Ein spanisches und drei irische Schiffe seien unter Vertrag genommen worden, um von Juni bis September tausende Kilometer frei treibender Netze einzusammeln. "Die Sammelaktion wird das Problem der Geisterfischerei reduzieren und für die Zukunft verhindern, dass Fische mit diesen Netzen gefangen werden", erklärt Dominic Rihan von BIM. Außerdem erhoffe man sich einen Überblick über die Menge der Netze, die in der entsprechenden Meeresregion verloren wurden. Seit Mitte der 90er Jahre seien diese Netze ein wachsendes Umweltproblem. Damals begann eine Flotte von 50 Schiffen mit der Kiemennetzfischerei an den Kontinentalhängen etwa um Rockall und die Hatton Bank. Obgleich Seeteufel und Tiefsee-Hai die Zielfischarten sind, werden auch andere Fische wie Heilbutt und Leng mitgefangen. Eine gemeinsame irisch-norwegisch-britische Studie aus dem Jahre 2002 hat geschätzt, dass alljährlich 1.254 Kilometer Netze mit einer Größe von rund 600 mal 50 Metern abhanden kommen. Die Industrie rede jedoch ungern über das Thema.



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