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10.05.2011  Deutsche See: Gewerkschaft NGG ruft für heute zu "Protesttagen" auf

Deutsche See: Gewerkschaft NGG ruft für heute zu "Protesttagen" auf

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat die Beschäftigten der Fischmanufaktur Deutsche See für heute zu Protesttagen vor den Betrieben aufgerufen. Hintergrund seien ergebnislos beendete Tarifverhandlungen. (Foto: Archiv, 2007)
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten der Fischmanufaktur Deutsche See für heute zu Protesttagen vor den Betrieben aufgerufen. Hintergrund seien die ergebnislos beendeten Tarifverhandlungen und Drohungen des Geschäftsführers Egbert Miebach, "das Unternehmen auf Kosten der Beschäftigten umstrukturieren zu wollen", schreibt NGG-Sekretär Christian Wechselbaum in einer Presse-Mitteilung. Wechselbaum fordert für die Beschäftigten "eine angemessene Entgelterhöhung", da im vergangenen Geschäftsjahr "ein Rekordergebnis eingefahren" worden sei. Bei einem Umsatz von rund 400 Mio. Euro hatte Deutsche See für 2010 nach Angaben in der Lebensmittelzeitung (LZ) ein "Absatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich" bekanntgegeben, ohne Gewinnaussagen zu machen.

Im kommenden Jahr könnte die Nordsee als wichtigster Kunde wegfallen, da der Vertrag zwischen Deutsche See und dem Fischgastro-Unternehmen zum 31. Januar 2012 ausläuft. Die Nordsee sucht per Ausschreibung einen neuen Lieferanten. Beide Unternehmen sind jedoch offenbar an einer Fortsetzung der Kooperation interessiert, urteilt die LZ, denn Deutsche See generiert fast 20 Prozent ihres Umsatzes mit dem Nordsee-Geschäft und für die Imbiss-Kette wiederum dürfte es schwierig sein, alternative Lieferanten zu finden. Die Gespräche zwischen den beiden seien jedoch "für die aktuellen Tarifverhandlungen ohne Bedeutung", meint Gewerkschaftssekretär Wechselbaum. Für den Fall, dass Nordsee wegfalle, gebe es bereits einen Sozialplan für den Krisenfall. Die Beschäftigten seien jedoch nicht bereit, gegebenenfalls anstehende Umstrukturierungen erneut mit einem Verzicht auf Entgelterhöhungen oder Einschnitte in die Tarifverträge zu finanzieren, betont Wechselbaum. Die Deutsche See-Geschäftsführer Egbert Miebach und Dr. Peter Dill hatten Ende 2010 im Gespräch mit der LZ betont, dass "aktuell das Thema Sozialstandards in den Fokus" rücke. Eine der wichtigsten Aufgaben im Jahre 2011 sei es, das den Partnerunternehmen in den Lieferländern zu vermitteln.

Deutsche See beschäftigt gegenwärtig an 25 Standorten in Deutschland knapp 1.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon insgesamt 650 an den beiden Standorten in Bremerhaven und Bremen.


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