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26.01.2012  Cuxhaven: Butjadinger setzen voll auf Maschinenschälung

Cuxhaven: Butjadinger setzen voll auf Maschinenschälung

Gefragt sind offensichtlich die Nordseekrabben aus Maschinenschälung, die das Schälzentrum Nordwest 2011 auf der Messe Slow Fisch verkosten ließ. Bis Ende 2012 will die Butjadinger FG komplett auf diese Schälung umstellen.
Das Cuxhavener Schälzentrum Nordwest läuft offenbar erfolgreich. "Ende des Jahres wollen wir ganz auf die Maschinenkrabbe umstellen", zitiert der in Bremen erscheinende Weser-Kurier Geschäftsführer Dennis Westphal. Westphal, der in Personalunion auch die Geschäfte der Butjadinger Fischereigenossenschaft führt, lässt derzeit die Hälfte der Nordseekrabben aus Fedderwardersiel von den vier Maschinen des Zentrums schälen. Dort arbeiten zwölf Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb. Dennis Westphal, der schon früh auf die maschinelle Schälung gesetzt hatte, lobt das "Maximum an Frische und ein Minimum an Konservierungsstoffen". Allerdings müssen die Krabben weiterhin von Hand nachgelesen werden, außerdem sei die Ausbeute geringer: beim Pulen von Hand ließen sich 32 Prozent Fleisch gewinnen, die Maschinen bringen es auf 27 Prozent. Preislich ist die hochwertige Ware durchaus wettbewerbsfähig, wie eine aktuelle Preiserhebung des Kuriers ergeben hat: die Fedderwardersieler Genossenschaft verkaufe die maschinell geschälten Krabben derzeit für 33,80 Euro, während Ware aus Marokko an der Theke in Greetsiel 22,90 Euro und im Bremer Fischfeinkostgeschäft 39,- Euro koste.

Ein Wermutstropfen sind derzeit noch die unklaren Besitzverhältnisse bezüglich der Schälmaschinen. Sie stammen aus dem Anfang Januar 2011 in Konkurs gegangenen Cuxhavener Krabbenschälzentrum. So erhebe der niedersächsische Hafenverwalter N-Ports Anspruch auf die Technik. "Entweder der Insolvenzverwalter bekommt die Maschinen oder wir", sagte N-Ports-Sprecherin Doris Schmitz. Denn die Hafengesellschaft habe weiterhin Mietforderungen gegen den früheren Eigentümer. Die Staatsanwaltschaft Stade hingegen interessiert sich weniger für die Eigentumsrechte an den Maschinen, sondern ermittelt gegen den früheren Geschäftsführer Gregor Kucharewicz wegen Insolvenzverschleppung, Subventions- und Sozialversicherungsbetrug. Das Schälzentrum hatte nach eigenen Angaben 760.000 Euro EU-Fördermittel erhalten, deren Vergabe an die Schaffung von Arbeitsplätzen gebunden war. Die untertariflich bezahlten 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens sollen inzwischen ihre Löhne erhalten haben, heißt es im Weser-Kurier.


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