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12.03.2013  Schleswig-Holstein: Begrenzung der Stellnetzfischerei

Schleswig-Holstein: Begrenzung der Stellnetzfischerei

Alleine im Ostseeraum werden jeden Winter zehntausende Wasservögel Opfer insbesondere der Stellnetzfischerei. Schleswig-Holstein sucht nach Möglichkeiten, diesen Beifang zu verringern, ohne den Erwerb der Fischer zu gefährden. (Karte: ydelis et al. 2009/Bundesamt für Naturschutz)
Allein in Mecklenburg-Vorpommern sterben pro Winterhalbjahr etwa 17.000 bis 20.000 Vögel als Beifang in der Küstenfischerei. Eine Quantifizierung für ganz Deutschland ist jedoch schwierig. Die Umweltschutzorganisationen BUND, NABU und WWF fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme den mittelfristigen Ausstieg aus der Stellnetzfischerei in deutschen Meeresschutzgebieten. In diesem Zusammenhang loben sie die geplanten Ansätze und Sofortmaßnahmen des schleswig-holsteinischen Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Robert Habeck (Grüne). So soll nach Änderung der Küstenfischereiverordnung noch in diesem Jahr die Stellnetzfischerei begrenzt werden, um den Beifang von Seevögeln und Schweinswalen zu reduzieren. Außerdem sieht der Plan vor, alternative Fangmethoden zu fördern und zu erproben. Begleitend soll ein Monitoring der Beifänge durchgeführt werden. Ziel dieser "Paketlösung" sei es, die handwerkliche Küstenfischerei zu erhalten und zugleich mit dem Meeres- und Walschutz in Einklang zu bringen. Minister Habeck hatte jedoch schon Ende 2012 betont: "Uns ist daran gelegen, die heimische, handwerkliche Fischerei zu stärken."



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