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News aus der Fischbranche

19.03.2013  DNA-Tests: Kein Betrug bei MSC-Fisch

Wenn ein Fischprodukt das blau-weiße Label des Marine Stewardship Councils (MSC) trägt, dann kann der Verbraucher sicher sein, dass der Fisch aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei stammt. Das haben jetzt wieder umfangreiche DNA-Tests im Auftrag des MSC ergeben. 2012 ließ die Umweltorganisation 381 Proben verpackter LEH-Produkte, aus Frischfisch-Theken und aus der Betriebsgastronomie ziehen - und zwar in 14 verschiedenen Ländern. Das Ergebnis: nur bei drei Proben, also bei nicht einmal einem Prozent der Testprodukte war die Etikettierung falsch. Und hier lag zweimal der Fall vor, dass Atlantischer Kabeljau als Pazifischer Kabeljau ausgewiesen war - beide aber stammen aus MSC-zertifizierter Fischerei. Nur eine dritte Probe - Atlantischer Kabeljau - hat offenbar ihren Ursprung in nicht-zertifizierter Fischerei der Barentssee. Chelsea Reinhardt, beim MSC für die Lieferkette zuständig, hob hervor, dass bei der Probenziehung ein besonderes Augenmerk auf Fischarten und Bestände gelegt wurde, bei denen von einem erhöhten Risiko einer Warenunterschiebung ausgegangen werden könne.

Aus gegebenem Anlass hat der MSC außerdem die Alaska-Pollack-Lieferkette aus den USA nach China und von dort nach Europa untersucht, nachdem Industrieunternehmen die Befürchtung geäußert hatten, dass auf diesem Wege Produkte ausgetauscht würden. Im Rahmen dieser Untersuchung verglich der MSC die Kauf-, Verkaufs- und Verarbeitungsunterlagen von 68 Produzenten in China mit Exportunterlagen in den USA und Einkaufsdokumenten europäischer Importeure. So wurden im Laufe eines Jahres insgesamt 18.000 t Alaska-Seelachs, exportiert aus den USA, geprüft. Dabei fanden sich keine Beweise für einen Produktaustausch, wenngleich einige Diskrepanzen in der Dokumentation zeigten, dass eine derartige Substitution möglich sei. Grundsätzlich kündigte der MSC an, dass er die Überwachung der Lieferkette ausdehnen wolle. So wolle man in Zukunft die Proben nicht nur am Ende der Lieferkette ziehen, wie bei den eingangs erwähnten DNA-Tests geschehen, sondern auch an anderen Stellen innerhalb der Supply Chain.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
30.07.2012 MSC prüft mögliche Falschdeklaration bei chinesischem Seelachs
13.02.2013 Dänemark: DNA-Verfahren kann Herkunft des Fischs bestimmen


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