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News aus der Fischbranche

14.08.2013  Nachhaltigkeit: Zusammenschluss der 15 weltweit größten Lachs-Produzenten

Nachhaltigkeit: Zusammenschluss der 15 weltweit größten Lachs-Produzenten

15 Lachsproduzenten, die zusammen für 70 Prozent der weltweiten Produktionsmenge von Zuchtlachs stehen, haben sich zusammengeschlossen, um die Industrie unter Aspekten der Nachhaltigkeit zu optimieren.
15 Lachsproduzenten, die zusammen für 70 Prozent der weltweiten Produktionsmenge von Zuchtlachs stehen, haben sich zusammengeschlossen, um die Industrie unter Aspekten der Nachhaltigkeit zu optimieren. Ziel der Global Salmon Initiative (GSI) sei es, die ökologischen Auswirkungen der Lachsaquakultur zu reduzieren, die Nachhaltigkeit des Futters zu verbessern, soziale Aspekte zu berücksichtigen und schließlich zu kommunizieren, welches Potential der Fisch hat, um den weltweit wachsenden Eiweißbedarf zu decken, schreibt IntraFish. Die Initiative, die Ende 2011 mit acht Mitgliedsunternehmen startete, zählt seit Oktober letzten Jahres 15 Teilnehmer: Acuinova Chile, Bakkafrost, Blumar Seafoods, Cermaq, Compaña Pesquera Camanchaca, Empresas AquaChile, Grieg Seafoods, Lerøy Seafood Group, Los Fiordos, Marine Harvest, Norway Royal Salmon, Salmar, Salmones Multiexport, Scottish Sea Farms and The Scottish Salmon Company. Auf zweimal jährlich stattfindenden Treffen werden die wichtigsten Themen der Branche diskutiert und Informationen ausgetauscht, wie auf diese reagiert werden könne.

Der Zusammenschluss ist insofern ungewöhnlich, als Nachhaltigkeit in der Regel höchstens auf nationaler Ebene thematisiert werde, meint Ricardo Garcia, Geschäftsführer des GSI-Mitglieds Camanchaca. Hier solle eine ganze Industrie unter dem Aspekt Nachhaltigkeit umgebaut werden. Dabei wolle die Gruppe auch externe Interessengruppen beteiligen, um neue beste Praktiken zu erarbeiten und Standards für soziales Engagement zu entwickeln. So seien vor kurzem die Umweltorganisation WWF und die Vereinten Nationen (UN) eingeladen worden, an der Ideenfabrik teilzunehmen. Ein praktisches Beispiel für die Partnerschaft im Rahmen der GSI ist eine gemeinsame Reise chilenischer Veterinärbeamter mit Vertretern norwegischer Lachszuchtunternehmen in Norwegen, um die Bekämpfung von Lachsläusen und deren Kontrolle in dem skandinavischen Land kennenzulernen. Garcia betonte insbesondere mit Blick auf die Kritiker der Lachszucht die Langfristigkeit des Projektes: "Es ist ein Weg, kein Umschwung." Doch die Gruppe schätzt, dass die Lachsfarmindustrie bei nachhaltiger Produktion im Jahre 2050 bis zu 500 Millionen Mahlzeiten täglich liefern könne. Bei nur 100 Gramm Lachsfilet pro Gericht entspräche dies einer jährlichen Produktionsmenge von mehr als 35 Millionen Tonnen Rundgewicht.

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