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12.12.2013  Cuxhaven: Neues Museum für Wrack- und Fischereigeschichte hat eröffnet

Cuxhaven: Neues Museum für Wrack- und Fischereigeschichte hat eröffnet

Seit Anfang Dezember ist in Cuxhaven das neue Museum für Wrack- und Fischereigeschichte "Windstärke 10" für die Öffentlichkeit zugänglich. Jeden Donnerstag zeigt Klaus Hankel, einer der letzten Cuxhavener Netzmacher, wie man Netze knüpft. (Foto: Stadt Cuxhaven)
Seit einer Woche ist in Cuxhaven das neue Museum für Wrack- und Fischereigeschichte "Windstärke 10" für die Öffentlichkeit zugänglich. In der neuen Ohlroggehalle, die im Cuxhavener Fischereihafen zwischen den Fischpackhallen VII und VIII entstanden ist, werden auf rund 2.000 Quadratmetern zwei Themen präsentiert, die Museumsleiterin Dr. Jenny Sarrazin als perfekte Kombination beurteilt. Die Ethnologin, die sich im Studium mit der Hochseefischerei beschäftigte, hat das rund 7 Mio. Euro teure, aus EU-Fördergeldern (5 Mio. Euro), kommunalen Geldern und Spenden finanzierte städtische Museumsprojekt von Anfang an mit entwickelt. Für einen Rundgang durch das nach zwei Jahren Bauzeit eröffnete Museum empfiehlt Dr. Sarrazin, sich mindestens drei Stunden Zeit zu nehmen.

Auf komplizierte Erklärungen wurde etwa bei der Fischereitechnik bewusst verzichtet, stattdessen liege der Fokus auf Biographien, zitiert die Nordsee-Zeitung (NZ) die Leiterin: "Laien ist es egal, ob Netze über die Seite oder das Heck an Bord gehievt werden. Spannend wird es, wenn es um Menschen und Schicksale geht." Umfangreich ist das Angebot für Kinder: sie können im Funkraum eine kodierte Fangmeldung entschlüsseln, beim Computerspiel "Die Mogeltonne" falsche Fahrwassertonnen erkennen oder in die Rolle eines Fischereikontrolleurs schlüpfen. Neben historischen Aspekten behandelt die Ausstellung auch die gegenwärtige Hochseefischerei und streift ökologische Aspekte wie die Zerstörung des Meeresgrundes oder die Überfischungsproblematik. Im Wrackbereich wird in einem 360-Grad-Kino der Untergang des Auswandererschiffs "Cimbria" dokumentiert, das am 19. Januar 1883 vor Borkum sank - 437 Menschen kamen ums Leben. Wer am Donnerstag kommt, kann Klaus Hankel erleben, einen der letzten Cuxhavener Netzmacher, der in der Museumswerkstatt Netze knüpft. An anderen Tagen wird sein Handwerk auf dem Bildschirm erklärt.

Lesen Sie zum Museum auch im FischMagazin-Archiv:
01.11.2011 Cuxhaven: Fischereimuseum weicht neuem Projekt "Windstärke X"
22.03.2011 Cuxhaven: Neues Museum "Windstärke 10" wird auch Fischerei darstellen

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