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16.04.2014  Tierschutz: Transport lebender Karpfen ohne Wasser

Tierschutz: Transport lebender Karpfen ohne Wasser

Auf der Autobahn A1 hielt die Autobahnpolizei einen Ford Transit an, der unter anderem lebende Karpfen in neun Kunststoffkisten ohne jegliches Wasser transportierte. Sein Ziel: eine Fischverarbeitung im niedersächsischen Winsen/Luhe. (Foto: Feuerwehr/Polizei Ratzeburg)
Ohne Wasser wollte am vergangenen Freitag ein Transportfahrer mehrere hundert Kilogramm lebende Karpfen von einer Fischzucht in Schleswig-Holstein zu einem niedersächsischen Schlachtbetrieb transportieren. Doch Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Bad Oldesloe kontrollierten den Ford Transit im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf der Autobahn A1, meldet die Polizeidirektion Ratzeburg. Während der Kontrolle entdeckten die Polizisten, dass Wasser von der Ladefläche des Transporters lief, obwohl die Seitentür fest verschlossen war.

Im Laderaum standen zwei Wassertanks mit Rotaugen und Forellen. Zusätzlich lagen in neun Stiegen übereinandergeworfen lebende Fische, die nach Luft schnappten und von denen viele erhebliche Verletzungen aufwiesen. Im Lieferschein des 48-jährigen Fahrers waren alleine für diese Kisten 50 kg Plötze und 485 kg Karpfen notiert, insgesamt 200 Fische mit einer Länge zwischen 18 und 21 cm und einem Stückgewicht zwischen 1,5 und 2,5 kg. Der Fahrer hatte die Ladung gegen 12:00 Uhr bei einer Fischzucht im holsteinischen Kreis Steinburg abgeholt und sollte sie ins niedersächsische Winsen/Luhe zur Schlachtung und Weiterverarbeitung bringen. Zwei Freiwillige Feuerwehren rückten an, um die Fische mit Wasser zu begießen. In Absprache mit dem Veterinäramt des Kreises Stormarn durfte der Fahrer die Fische bis zu ihrem Bestimmungsort transportieren, wo sie durch das Veterinäramt Winsen kontrolliert wurden. Der Fahrer soll sich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzrecht verantworten. Das für den Landkreis zuständige Veterinäramt Harburg lasse außerdem durch das niedersächische LAVES prüfen, ob ein Straftatbestand erfüllt sei, teilte Pressesprecher Bernhard Frosdorfer mit.




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