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News aus der Fischbranche

27.09.2016  USA: Klimawandel könnte Alaska-Pollack nach Russland treiben

Die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung gefährden die US-amerikanischen Bestände des Alaska-Pollack in mehrerer Hinsicht. Zum einen drohe dem Bestand eine erhebliche Reduzierung, zum anderen könne er seine traditionellen Gewässer in Alaska wenigstens teilweise verlassen, schreibt der Wissenschaftler Terry Johnson von der Sea Grant Alaska and University of Alaska Fairbanks in seiner Studie "Climate Change and Alaska Fisheries". So fanden Wissenschaftler eine Korrelation zwischen dem Abschmelzen des Poleises und dem Rückgang der AP-Bestände. In Jahren mit höheren Meerestemperaturen verlieren der Alaska-Pollack und seine Beutetiere an Gewicht. Fressfeinde des jungen Alaska-Pollack würden ihm aufgrund geringerer Nahrungsalternativen stärker nachstellen. Entsprechend erwarten Fischereiforscher, dass die Rekrutierung beim AP bis Mitte dieses Jahrhunderts um 32 bis 58% zurückgehen könnte. Gleichzeitig befürchten sie, dass Pollack-Populationen über die Grenze nach Russland wandern könnten. Die russische Behörde für Fischereimanagement habe geschätzt, dass 35% der AP-Biomasse von der US-amerikanischen Seite in das Einzugsgebiet der russischen Fangflotte ziehen könnten.

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