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20.11.2017  Dänemark: Neue Regeln sollen Konzentration bei Fangquoten verhindern

Dänemark: Neue Regeln sollen Konzentration bei Fangquoten verhindern

Die dänische Regierung erlässt neue Regularien, die verhindern sollen, dass die Fischerei des Landes von einer kleinen Zahl so genannter "Quotenkönige" beherrscht wird, schreibt das Portal IntraFish. Auslöser war ein kritischer Bericht des dänischen Rechnungshofs (Rigsrevisionen) und der Rechnungsprüfer zu den Quotenkonzentrationen in der Fischerei des Landes. Die Einführung strengerer Regularien, verstärkter Kontrollen und schärferer Sanktionen soll in Zukunft verhindern, dass große Teile der staatlichen Fangquoten von Wenigen kontrolliert werden. So sollen Schlupflöcher gestopft werden, die es den "Quotenkönigen" bislang ermöglichten, Fänge anzulanden, die formell auf die Quote anderer Fischer angerechnet wurden. Darüber hinaus soll es eine Meldepflicht für alle Quoteninhaber geben, die an Betrieben, die Quoten halten, finanziell beteiligt sind. Die neuen Vorschriften sollen es erschweren, über kreative Eigentumskonstrukte exzessiv große Quoten zu besitzen oder zu managen.

"Es wird nicht länger möglich sein, Quotenbeschränkungen zu umgehen", betont Dänemarks Fischereiministerin Karen Ellemann, "nicht durch Schlupflöcher, Kapitalflüsse oder sonstige kreative Akrobatik. In Zukunft werden Limits Limits sein." Die Regierung werde sehr genau beobachten, wenn Halter zu großer Quoten gezwungen seien, einen Teil davon zu verkaufen. Ellemann: "Und schließlich werden wir erheblich schärfere Strafen verhängen. Das heißt: wir werden Betrügereien aufdecken und auf eine Weise bestrafen, die spürbar sein wird." Die einzelnen Vorschriften der neuen Vereinbarung sollen im Laufe des kommenden Jahres bis 2019 sukzessive eingeführt werden. Derweil überlegt die Dänische Vereinigung der Schwarmfisch-Produzenten (DPPO), die die 14 größten Industriefangschiffe des Landes repräsentiert, sich zu wehren. "Wir werden die neue Absprache juristisch analysieren und überlegen dann, ob wir ein Entschädigungsverfahren einleiten", zitiert die Zeitung "Berlinske Business" DPPO-Direktor Esben Sverdrup Jensen.

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