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27.08.2018  Shrimps: Sprunghaft steigende Produktion könnte Nachfrage überflügeln

Shrimps: Sprunghaft steigende Produktion könnte Nachfrage überflügeln

Die weltweite Erzeugermenge an Warmwassergarnelen dürfte in den kommenden Jahren anhaltend hoch bleiben, insbesondere in Asien, und könnte die Nachfrage für das Produkt auch in Zukunft übersteigen.
Die weltweite Erzeugermenge an Warmwassergarnelen dürfte in den kommenden Jahren anhaltend hoch bleiben, insbesondere in Asien, und könnte die Nachfrage für das Produkt auch in Zukunft übersteigen. Mit dieser Prognose zitiert IntraFish Gorjan Nikolik, leitender Analyst für den Bereich tierisches Protein und Seafood bei der Rabobank. Trotz des globalen Produktionsanstiegs sei die zukünftige Entwicklung in Indien, dem Weltmarktführer, mit Fragezeichen zu versehen. Die bislang zweistelligen jährlichen Zuwachsraten dürften vorerst der Vergangenheit angehören. In Andhra Pradesh, wo 70% der indischen Shrimp-Aquakultur stattfinden, seien nur noch einstellige Wachstumsraten zu erwarten. Neue Zuchtregionen wie Gujarat, Odisha und Westbengalen könnten die Expansion allerdings fortsetzen. "Die Neueinsteiger in diesen Regionen sind - noch - nicht durch die niedrigen Shrimppreise entmutigt, da die biologischen Produktionskosten in diesen neuen Gebieten inbesondere in den ersten Jahren günstig sind, solange die neuen Farmen noch frei von pathogenen Keimen sind", meint Nikolik.

Eine der extensivsten Shrimpzuchtregionen der Erde ist Ecuador. Dort sei noch Raum für eine Intensivierung, meint Nikolik. Das dortige Wachstum sei jedoch von der Marktentwicklung in China abhängig, das über 50 Prozent der Produktion aufnehme. Ecuador habe China bislang über den "grauen Markt" in Vietnam beliefert, um Einfuhrzölle zu umgehen. Da jedoch der Importzoll von 5 auf 2 Prozent gesenkt worden ist und chinesische Behörden gegen die Schmuggler vorgehen, könnte dieser Handel in normale Kanäle gelenkt werden. Das werde allerdings vermutlich in China zu einer Preiserhöhung für Importshrimps führen. Parallel dürfte eine Abwertung des chinesischen Yuan infolge des Handelskrieges mit den USA die Shrimps weiter verteuern. Die Folge: chinesische Shrimps, die bislang exportiert wurden, bleiben auf dem heimischen Markt. "Es besteht die Gefahr, dass diese Kombination Chinas Importnachfrage dämpfen könnte", meint Nikolik. Da vor allem China in den letzten fünf Jahren für den Nachfrageschub weltweit verantwortlich gewesen ist, könnte dies eine Fortsetzung der globalen Niedrigpreisphase bedeuten. Zumal insbesondere für zwei Länder Wachstum prognostiziert wird: Vietnam, das sich zunehmend professionalisiert, und Indonesien, wo neuerdings in Regionen wie Nusa Tenggara und Sulawesi Shrimps gefarmt werden.


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