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News aus der Fischbranche

24.09.2018  Ostsee: Heringsfischer haben MSC-Zertifikat verloren

Die Heringsfischer in der westlichen Ostsee dürfen seit vergangenem Freitag das MSC-Siegel nicht mehr nutzen, weil es dem dortigen Heringsbestand nicht gut geht, teilte der Marine Stewardship Council (MSC) mit. Das betrifft neben den deutschen Fischern auch ihre dänischen und schwedischen Kollegen, die alle denselben Bestand befischen. Hering, der seit dem 21. September 2018 angelandet wird, dürfen sie nicht mehr mit MSC-Siegel verkaufen. Ursächlich für die Situation sind neu definierte wissenschaftliche Referenzwerte und eine anhaltend schwache Nachwuchsproduktion des Heringsbestandes. "Der MSC-Umweltstandard verbietet die Befischung von Beständen, die keine nachhaltige Größe haben und in ihrer Regeneration beeinträchtigt sind. Dies ist nach neuen wissenschaftlichen Berechnungen derzeit beim Hering in der westlichen Ostsee der Fall", erklärte Stefanie Kirse, Leiterin des MSC Deutschland. Der Hering, ehemals auch als "Brotfisch" der Fischer bezeichnet, macht derzeit 37% der kommerziellen Anlandungen der deutschen Küstenfischerei aus. Mit Ausnahme der kleinen Gruppe der Stellnetz-Fischer waren bis zur aktuellen Suspendierung fast alle deutschen Heringsfischer MSC-zertifiziert.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
30.08.2018 Ostsee: Hering verliert voraussichtlich MSC-Zertifizierung
29.08.2018 Ostseefischerei: Heringsfangverbot gefährdet etwa 150 Betriebe
01.06.2018 Heringsfischerei in der westlichen Ostsee "vor dem Aus"

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