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Bestes Fisch-Event-Konzept 2014

Rewe Martin Gruber, Grafing

Rewe Martin Gruber, Grafing

„Kostbar“ verbindet Handel, Gastronomie und Kultur

„Emotionalität und Erlebnis werden noch wichtiger.“ Mit diesen Worten beschreibt Rewe-Chef Alain Caparros seine Vision vom Supermarkt der Zukunft. Danach müsste er am Rewe-Markt von Martin Gruber in Grafing bei München seine Freude haben, denn dieser verbindet Kultur, Gastronomie und Handel in einer Weise miteinander, die Vorbild für moderne Handelskonzepte sein kann. Willkommen in der „kostbar“ im Rewe-Markt in Grafing.

Rewe Martin Gruber, Grafing
Der Rewe-Markt von Martin Gruber in Grafing bei München verbindet in seiner ‚kostbar‘ Kultur, Gastronomie und Handel.
Grafing ist eine bayerische Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern und einem beschaulichen Marktplatz, auf dem sich die Menschen gerne treffen. Neben einigen Fachgeschäften, der nahezu kompletten Riege der Discounter sowie einem Edeka-Markt existiert seit gut einem Jahr im Herzen der Stadt zwischen Maibaum und der Leonhardkirche auch ein Supermarkt, der von Rewe-Partner Martin Gruber betrieben wird. „In Grafing gab es genug Lebensmittelanbieter, niemand hat gehungert, bevor wir angetreten sind“, beschreibt der Kaufmann die Wettbewerbssituation vor Ort. Schon bei der Planung des neuen Supermarktes stand daher für Gruber fest, dass ein Fischkonzept mit einer anspruchsvollen Gastronomie in der Vorkassenzone integriert werden soll, um sich zu profilieren. Entstanden ist nicht nur eine Einkaufsstätte, sondern ein kulinarischer und kultureller Begegnungsort, der es mit seinen Konzerten und Lesungen regelmäßig ins Feuilleton der Tageszeitung schafft. Denn neben einer sehenswerten Fischabteilung und dem angeschlossenen Fischrestaurant bilden Kulturveranstaltungen die dritte Säule im Konzept der „kostbar“.

Kulturelle Highlights und feines Essen

Acht bis zehnmal im Jahr wird die Vorkassenzone zur Bühne, wenn kulturelle Highlights mit feinem Essen verbunden werden. Nach Ladenschluss ab 20 Uhr treten Künstler und Musiker unterschiedlicher Genres und Stilrichtungen auf, wobei sowohl Blues, Pop, Rock, Jazz und Contryklänge zu hören sind als auch Irish Folk, Klassik oder Klezmer Musik. Aber auch Krimilesungen fesseln die Zuhörer und Autoren von Reiseberichten haben schon ihr Gastspiel gegeben. „Wir wollten zunächst testen was ankommt und haben voll ins Schwarze getroffen. Die Veranstaltungen waren 2013 nahezu alle ausverkauft“, freut sich Martin Gruber. Aufgrund der beschränkten Sitzplatz- und Küchenkapazitäten werden in der Regel maximal 100 Karten ausgegeben, auch wenn einige Veranstaltungen eine deutlich höhere Nachfrage haben. Chefkoch Giuseppe Ruocco stellt für jeden Abend ein wechselndes Drei- oder Vier-Gänge-Menü zusammen, das von Weinen aus dem Supermarkt begleitet wird. Mit 25 Euro Eintritt pro Person ist die Verbindung von Kultur und Kulinarik ein preiswertes Vergnügen für die Besucher, die mittlerweile ganz überwiegend zur Stammkundschaft der ‚kostbar‘ gehören. „Wenn die Menschen einen schönen Abend verleben, gut gegessen und sich anregend unterhalten haben, verbunden mit Kultur – dann wirkt das besser als jede Anzeigenwerbung“, ist Gruber überzeugt. „Die Menschen verbinden mit der ‚kostbar‘ angenehme Erinnerungen und unser Name und Image profitieren davon“. Seit Anfang 2014 werden die Veranstaltungen auf den Sonntag gelegt, weil man dann früher anfangen kann und außerdem mehr Zeit für die Vorbereitungen hat. Außerdem denkt man über Brunch- bzw. Frühschoppen-Veranstaltungen nach, die nach der Messe in der nahegelegenen Kirche beginnen sollen.

„Fisch ist kein Selbstläufer“

Rewe Martin Gruber, Grafing
Mit 25 Euro Eintritt pro Person ist die Verbindung von Kultur und Kulinarik ein preiswertes Vergnügen für die Besucher, die mittlerweile ganz überwiegend zur Stammkundschaft der ‚kostbar‘ gehören.
Dass Supermärkte eine unendliche Fülle von Waren verschiedener Bereiche anbieten, ist heute Standard. Dass aber ein Supermarkt einer Kleinstadt ein eigenes Fischrestaurant vorweisen kann, das ist schon etwas Besonderes. Mit der ‚kostbar‘ will Gruber den Kunden „die Berührungsangst nehmen, denn in Bayern ist Fisch kein Selbstläufer“. Die siebeneinhalb Meter lange Theke wird ergänzt von einer offenen Showküche, in der die beiden italienischen Köche Giuseppe Ruocco und Gaetano Fusco eine leichte, mediterrane Küche zubereiten. Sie kommt besonders bei den weiblichen Kunden des Supermarktes gut an, die deutlich mehr als die Hälfte der Käufer stellen. „Wir demonstrieren jeden Tag, wie unkompliziert und schnell die Zubereitung von Fisch geht und unterstützen damit den Abverkauf auch von hochwertigen und exotischen Produkten“, erklärt Martin Gruber.

Der Kunde kann sich an der Fischtheke der ‚kostbar‘, die täglich frisch mit abwechslungsreichen Spezialitäten bestückt wird, seinen Lieblingsfisch aussuchen. Berechnet wird nur der normale Thekenpreis plus einer Pauschale für die Zubereitung und die Beilagen. Wer lieber á la carte bestellen möchte, findet in der Karte eine Auswahl beliebter Klassiker oder er wählt an den schwarzen Tafeln etwas aus dem aktuellem Angebot. Die Preisspanne reicht dabei von sieben bis 15 Euro. Das Fischrestaurant steht im Wettbewerb mit anderen Gastronomen am Ort, die insbesondere beim Mittagstisch preiswerter sind. Trotzdem ist Gruber mit der Akzeptanz hoch zufrieden. „Die Kunden brauchen Zeit um zu verstehen, dass sie im Supermarkt ein qualitativ hochwertiges Gastronomieangebot finden. Wir kochen jedes Essen frisch und setzen keine Convenience-Produkte ein.“

Räucherfisch und Kaffeebohnen sind hausgemachte Spezialitäten

Die etwa 40 Sitzplätze in der Vorkassenzone werden regelmäßig frequentiert. Auch, weil neben der kostbar ein Bäcker sowie die regionale Kaffeerösterei Martermühle ihre Produkte zum Direktverzehr anbieten. Beide Untermieter ergänzen nicht nur das Sortiment der ‚kostbar‘, sondern tragen mit ihren Aktivitäten auch zur Attraktivität des Standortes bei. Der Bäcker produziert mehrfach am Tag frisches Backwerk und auch die Kaffeemanufaktur röstet ihre Bohnen regelmäßig frisch, wobei der Duft nach frischen Brötchen und Kaffee den Absatz unterstützt. Diese Geruchsstimulation nutzt man gezielt auch beim Räucherfisch, der vom Kunden einsehbar hinter der Fischtheke in einem Beelonia-Ofen veredelt wird. „Wenn wir räuchern, dann zieht der Umsatz an. Hausgemacht und regional ist der Trend schlechthin“, hat Martin Gruber erkannt. Geräuchert werden Forellen, Saiblinge, Makrelen, Lachsstücke mit Gewürztopping, Bücklinge und einige Produkte mehr.

Verkürzte Anlaufzeit durch Frischfisch

Die ‚kostbar‘ wird täglich mit frischer Ware beliefert, wobei die Großhändler Transgourmet aus Bremerhaven sowie Bierbichler aus Rosenheim die Hauptlieferanten sind, die durch lokale Betriebe etwa für Forellen oder Feinkost (Fa. Kugler) ergänzt werden. Aber auch die hausgemachten Spezialitäten beschränken sich nicht nur auf den bereits erwähnten Räucherfisch. Insbesondere die von den italienischen Köchen produzierten Antipasti erfreuen sich einer hohen Beliebtheit und werden auch im Plattenservice stark nachgefragt.

„Normalerweise rechnet man für einen Supermarkt etwa drei Jahre Anlaufzeit“, erklärt Gruber, der neben dem neuen Objekt einen zweiten Supermarkt im Ort Aßling betreibt. In Grafing sei diese Anlaufzeit deutlich kürzer gewesen, die Umsätze im 1.750 Quadratmeter großen Laden sind stabil und zeigen eine wachsende Tendenz. Rund 10.000 Kunden kaufen jede Woche im Rewe-Markt ein. Für den Kaufmann ganz eindeutig ein Erfolg der Fischtheke, die durchschnittlich rund 30.000 Euro zum Umsatz beiträgt. Etwa 60 Prozent davon wird mit dem Verkauf erwirtschaftet, 40 Prozent trägt die Gastronomie bei. nik



Rewe Gruber Grafing




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Rewe Gruber Grafing www.rewe-gruber.de
 
Rewe Gruber Grafing
Leonhardstr. 5a
85567 Grafing
Email: grafing@rewe-maerkte.de
Telefon: 08092/2?327337


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