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16.02.2012  Ostholstein: Jedes zweite Fischgeschäft seit 1999 geschlossen

Im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck ist die Zahl der Fischgeschäfte in den letzten 13 Jahren um 50 Prozent zurückgegangen. "Die Zahl der Fischhändler hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen, selbst in mittleren Städten mit etwa 15.000 Einwohnern gibt es in der Regel keine Ladengeschäfte mehr", zitieren die Lübecker Nachrichten den IHK-Handelsreferenten Bernd Horst. Das bestätigt für den Kreis Ostholstein der leitende Kreisveterinär Dr. Wolf Vogelreuter: "Nach unserem Kenntnisstand werden aktuell 13 solcher Geschäfte im Kreis betrieben. Im Jahr 1999 existierten noch 26 derartige Geschäfte." Petra Wöbke-Tarnow, schleswig-holsteinische Landesvorsitzende des Fischfachhandelsverbandes, sieht einen Grund in den hohen Investitionskosten, die eine Geschäftsnachfolge mit sich bringt: "Die Übernahme kostet aufgrund diverser Auflagen locker 300.000 Euro. Da macht man lieber eine Boutique mit ein paar Regalen auf. Das Risiko ist geringer." Die anstrengende Arbeit im Fischfachhandel und der Wettbewerb von Fischtheken im Supermarkt sind weitere Ursachen der Entwicklung.



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