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24.09.2020  Färöer Inseln: Bakkafrost will bis 2026 über 150.000 t produzieren

Bakkafrost, Lachszüchter mit Hauptsitz auf den Färöer Inseln, ist optimistisch, seine Produktionsmenge bis zum Jahr 2026 auf 150.000 t zu steigern. Das teilte Bakkafrost-CFO Høgni Dahl Jakobsen vor zwei Tagen in einem Webinar der SpareBank 1 Markets mit, melden die Undercurrent News. Für das laufende Jahr rechne Bakkafrost mit einer Produktionsmenge von 50.000 t auf den Färöern und 39.000 t in Schottland, wo der Züchter Ende 2019 die Scottish Salmon Company übernommen hatte. Im kommenden Jahr solle die Schwelle von 100.000 t Lachs überschritten werden mit dann 62.500 t von den Färöern und 44.000 t aus Schottland. 2026 schließlich sollen 100.000 t von den Färöern und 50.000 t aus Schottland kommen.

Die optimistischen Prognosen gründen auf der neuen Strategie, die Meeresgehege mit großen Smolts von 500g zu besetzen. "Wir sehen eine direkte Korrelation zwischen dem gestiegenen Durchschnittsgewicht der Smolts, die wir einsetzen, und einer in den ersten 90 Tagen gesunkenen Sterblichkeit", teilte Jakobsen mit. Dank der großen Smolts und der damit verbundenen verringerten Abwuchszeit in den färingischen Fjorden könne die Farmfläche dort besser ausgenutzt werden. In einem nächsten Schritt will Bakkafrost die Lachse nur bis zu einer Größe von etwa 2,5 kg in den Fjorden belassen, um sie anschließend in Offshore-Farmen bis zum Marktgewicht wachsen zu lassen. Vor der Ostküste der Inseln habe man bereits Flächen identifiziert, die zwar auf dem offenen Meer lägen, aber keine zu starken Strömungen aufwiesen. Das Offshore-Farming biete "ein erhebliches weiteres Wachstumspotential", ist sich Jakobsen sicher, doch "bis dahin haben wir noch ein ganzes Stück Weg vor uns."

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