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News aus der Fischbranche

22.04.2010  Norwegen: Hohe Dioxin-Belastung von Grönländischem Heilbutt

Grönländischer Heilbutt enthält in vielen Fällen mehr Dioxin und dioxin-ähnliche Polychlorierte Biphenyle (PCB), als die Richtlinien der Europäischen Union zulassen, schreibt Fish Information & Services (FIS). Das ist ein Ergebnis der turnusmäßig durchgeführten Grundüberwachung, die das norwegische Nationale Institut für Ernährungs- und Seafood-Forschung (NIFES) seit 2006 durchführt. Dabei hatten die Wissenschaftler des dem Fischereiministerium angeschlossenen Instituts jetzt 1.288 Proben des Heilbutts an 27 Orten in vier Meeresregionen gezogen - jeweils zwischen 30 und 55 Proben an jedem Ort. An fünf Fangorten überschritt die Belastung des Fischs die von der EU festgelegte Höchstbelastungsgrenze für die Gesamtheit an Dioxin und dioxin-ähnlichen PCB. Die Wahrscheinlichkeit, einen entsprechend belasteten Heilbutt zu fangen, liege demnach zwischen 6 und 35% je nach Fangregion. Die Belastung mit anderen Umweltschadstoffen wie Arsen, Cadmium und Blei sei beim Grönland-Heilbutt generell niedrig und unproblematisch. Die Forscher folgern aus den Ergebnissen, dass in Zukunft jährlich insbesondere an acht Fangorten südlich von Vesteraalen sowie zwei weiteren Stellen westlich der norwegischen Küste von Bjørnøya bis Svalbard Proben entnommen werden sollten.


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