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News aus der Fischbranche

08.03.2019  Norwegen/Island: 2019 keine Quote für Capelin

Die Fischerei auf den Capelin (Mallotus villosus) in der Barentssee fällt in diesem Jahr aus. Schon im Herbst 2018 hatten sich Russland und Norwegen, die die Capelin-Fischerei dort gemeinsam bewirtschaften, auf eine Quote von Null geeinigt, nachdem die TAC des vergangenen Jahres noch bei 205.000 t gelegen hatte, schreiben die Undercurrent News. Auch Island sei nicht in der Lage gewesen, eine Fangquote für 2019 festzulegen. Alleine für die Norweger bedeutet dies, die Erträge 2018 zugrundegelegt, Verluste in Höhe von 336,9 Mio. NOK (= 34,3 Mio. Euro) aus der Barentssee-Fischerei und von 191 Mio. NOK (= 19,5 Mio. Euro) aus der Fischerei vor Island. 72% des Capelins aus der Barentssee wurden für den direkten menschlichen Verzehr verwendet, aus isländischen Gewässern waren es 11%. Auf Island hat die Quotenstreichung schon Folgen gezeitigt. Das Fischerei- und Verarbeitungsunternehmen Sildarvinnslan kündigte Anfang Februar an, eine seiner drei Fischmehl- und Fischölfabriken zu schließen. HB Grandi, großer Fischverarbeiter auf Island, rechnet für 2019 mit Umsatzverlusten in Höhe von 18,5 Mio. Euro. Das Sea Data Center schätzt, dass Islands Schwarmfischindustrie ohne die Capelinfänge Exportverluste in Höhe von 146 Mio. Euro haben wird. Die wichtigsten Märkte für das Produkt sind Japan, Norwegen und China.

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