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16.05.2019  Aquaponik: Ralf-Dahrendorf-Preis für EU-Projekt zum "Tomatenfisch"

Aquaponik: Ralf-Dahrendorf-Preis für EU-Projekt zum "Tomatenfisch"

Fabian Schäfer und Werner Kloas haben für das Aquaponik-Projekt INAPRO aus den Händen von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek den Ralf-Dahrendorf-Preis erhalten. Oben: in diesem Gewächshaus wachsen Fische und Pflanzen im Rahmen der kombinierten Zuchtmethode Aquaponik. (Fotos: IGB (1); Bernd Lammel, Bildkraftwerk (2))
Ein Forschungsprojekt zur Aquaponik am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) ist mit einem völlig neuen Preis ausgezeichnet worden. Der Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum zeichnet herausragendes Engagement in wichtigen EU-Forschungsprojekten aus sowie die Motivation, die Projektergebnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen. Hierfür vergibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis zu 50.000 Euro an insgesamt sechs Preisträger.

Diese Auszeichnung erhielt das IGB-Team um Prof. Dr. Werner Kloas, Dr. Fabian Schäfer und Dr. Hendrik Monsees, die die Aquaponik auch außerhalb des eigenen Fachbereichs bekannt machen. Die Wissenschaftler haben im Rahmen des von der EU geförderten Projektes INAPRO gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus acht Nationen ein modell-basiertes Konzept entwickelt und Module für die Praxis gebaut und erprobt, die sowohl an große als auch an kleine landwirtschaftliche Betriebe angepasst werden können. Bei dieser kombinierten Zuchtmethode wachsen Tomaten und Fische unter einem Dach, wobei die Stoffwechselprodukte der Fische in Dünger für die Pflanzen umgewandelt werden, das in der Fischzucht entstehende CO2 den Pflanzen beim Wachsen hilft und das Verdunstungswasser der Pflanzen über Kondensationsfallen im Gewächshaus den Fischen zugeführt werden kann.

Mit einer Virtual-Reality-Simulation haben die Wissenschaftler die deutlichen Vorteile der INAPRO-Zuchtmethode benannt und vermittelt. Hier können die Nutzerinnen und Nutzer in einem virtuellen Raum als Fischwirt/in oder Gärtner/-in interagieren. Sie führen Messungen aus, füttern die Fische und ernten das Gemüse. Parallel werden Hintergrundinformationen spielerisch vermittelt. "Es gibt ein wachsendes Interesse an der Herkunft unserer Nahrungsmittel, aber nur wenige haben die Möglichkeit mal eine Produktionsanlage zu besichtigen. Durch die Simulation wird das möglich", sagt Fabian Schäfer, Mitinitiator des Vorhabens zur Wissenskommunikation und Betreuer der Informationsplattform "Aquakulturinfo". Diese Plattform richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, an Verbraucher/-innen sowie an Unternehmen aus Aquakultur, Fischwirtschaft und Handel.

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