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16.10.2019  Thailand: Weltgrößte Seafood-Produzenten treffen sich

Thailand: Weltgrößte Seafood-Produzenten treffen sich

Die Mitglieds-Unternehmen von SeaBOS haben einen Gesamtumsatz von 50 Mrd. USD und beschäftigen rund 100.000 Menschen. (Grafik: Keystone Dialogues)
Ende September sind in Thailand zehn der weltweit größten Seafood-Unternehmen im Rahmen der Initiative SeaBOS zu ihrem Jahrestreffen zusammengekommen, um drängende globale Probleme der Branche anzugehen, meldet das Portal Seafoodsource. SeaBOS - das Kürzel für Seafood Business for Ocean Stewardship - ist eine 2016 offiziell gegründete Partnerschaft von zehn führenden Produzenten und zahlreichen Wissenschaftlern. Mitglieder sind unter anderem Thai Union, Dongwon Industries, Maruha Nichiro Corporation, Nippon Suisan Kaisha (Nissui), Mowi, Cermaq, Skretting und Cargill Aqua Nutrition, außerdem Wissenschaftler des Stockholm Resilience Centre der Stockholmer Universität und der Royal Academy of Sciences in Schweden. Die als Dialog zwischen Wissenschaftlern und Wirtschaftsführern begonnene Initiative hatte 2017 einen Zehn-Punkte-Plan zum "Ocean Stewardship", das heiß für eine "Verantwortung für die Meere" verabschiedet.

Ein zentrales Thema ist aktuell die Plastikreduzierung, an der sich die Industrie etwa über die Vermeidung von "Geisternetzen" beteiligen kann, aber es gehe auch um Mikroplastik, sagt der neue Geschäftsführer Martin Exel, ein Australier. Weitere Themen seien Antibiotika im Tierfutter und Antibiotikaresistenz bei der Zucht, außerdem Rückverfolgbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. Der letztgenannte Bereich hat zwei Aspekte: zum einen, inwieweit der Klimawandel Auswirkungen auf die Seafood-Produktion hat und haben wird, aber auch, inwiefern die Branche Einflüsse mindern kann, etwa durch die Produktion von Lachs statt Rind. Bei dem aktuellen Treffen in Phuket unter der Gastgeberschaft der Thai Union und von Charoen Pokphand Foods (CP Foods) schilderte Thai Union-CEO Thiraphong Chansiri die Fortschritte, die sein Land und sein Unternehmen bei der Bekämpfung insbesondere des Menschenhandels gemacht haben. CP Foods-Vorstandsmitglied Prasit Boondoungprasert dokumentierte den Einsatz für Menschenrechte, etwa durch Unterstützung des Fishermen Life Enhancement Centers (FLEC) in der thailändischen Provinz Songkhla. Außerdem gründeten die SeaBOS-Mitglieder eine neue, sechste Task Force, um die Einflüsse des Klimawandels auf die Fischwirtschaft festzustellen, Wege zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks zu finden und die ökologischen und gesundheitlichen Vorteile des Seafood-Konsums zu kommunizieren.

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