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20.04.2020  Fischereiforscher Arlinghaus erhält Preis für Wissenschaftskommunikation

Fischereiforscher Arlinghaus erhält Preis für Wissenschaftskommunikation

Der Berliner Fischereiprofessor Dr. Robert Arlinghaus (44) erhält den Communicator-Preis 2020, die höchste nationale Auszeichnung für Wissenschaftskommunikation. (Foto: IGB/David Ausserhofer)
Der Berliner Fischereiprofessor Dr. Robert Arlinghaus (44) erhält den Communicator-Preis 2020, die höchste nationale Auszeichnung für Wissenschaftskommunikation. Das teilen das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) mit. Der jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehene und mit 50.000 Euro dotierte Preis soll den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit stärken. Prof. Arlinghaus erhält den Preis für seine herausragende Kommunikation zu einer nachhaltigen Fischerei im Spannungsfeld zwischen Gewässernutzung und dem Erhalt der biologischen Vielfalt unter Wasser. Seit 20 Jahren ist das Freizeitangeln sein Forschungsgegenstand.

Die Freizeitfischerei ist die wichtigste Fischereiform in den Binnengewässern aller Industrienationen. Insgesamt angeln demnach in Deutschland rund 3,3 Mio. Menschen, die etwa zehn Mal mehr Fisch aus den Gewässern entnehmen als die kommerzielle Seen- und Flussfischerei. "Volkswirtschaftlich ist die Angelfischerei mindestens so bedeutend wie die gesamte sonstige Fischwirtschaft - die industrielle Fangfischerei und Fischverarbeitung und -vermarktung mit eingeschlossen", heißt es in der IGB-/HU-Mitteilung. 52.000 Arbeitsplätze sichere das Freizeitangeln.

Mit naturwissenschaftlichen Methoden untersuchen Robert Arlinghaus und sein Team die ökologischen Wirkungen der Angelfischerei auf Fischbestände und Gewässer. Der Direktor des IGB, Prof. Luc De Meester, schätzt den Einsatz von Prof. Arlinghaus: "Seine Arbeit hat nicht nur Bewirtschaftungsentscheidungen in Angelvereinen und -verbänden verändert, sondern auch Neuerungen der Fischereigesetzgebung und den gesellschaftlichen Diskurs über die Binnen- und Angelfischerei mitgestaltet."An der Humboldt-Unversität, wo er das Fachgebiet für Integratives Fischereimanagement im Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaft an der Lebenswissenschaftlichen Fakultät leitet, bildet Arlinghaus in einem in Deutschland einzigartigen Studiengang für Fischereibiologie und Aquakultur die Fischereimanager*innen von morgen aus. Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, lobt den Preisträger als "wissenschaftlich und kommunikativ Pionier und Botschafter des Angelns", der seine Erkenntnisse sowohl in die breite Gesellschaft wie auch in die Angler-Community zu vermitteln verstehe.

Lesen Sie zu Prof. Dr. Robert Arlinghaus auch im FischMagazin-Archiv:
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