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09.06.2020  Mecklenburg-Vorpommern: Welszüchter investieren fast 2,5 Mio. Euro

Mecklenburg-Vorpommern: Welszüchter investieren fast 2,5 Mio. Euro

Der Agrar- und Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, hat zwei Welszüchtern Zuwendungsbescheide zur Förderung von Investitionen in Höhe von insgesamt mehr als 2,4 Mio. Euro überreicht. (Foto: Kay Schmekel/LM MV)
Der Agrar- und Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, hat am vergangenen Freitag zwei Welszüchtern im Landkreis Rostock Zuwendungsbescheide zur Förderung von Investitionen in Höhe von insgesamt mehr als 2,4 Mio. Euro überreicht, teilt das Ministerium in Schwerin mit. Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Jahresproduktion von rund 1.000 t Afrikanischer Welse mittlerweile führend bei der Zucht dieser Fischart. Die Gesellschafter der 2006 gegründeten Bioenergie Lüchow um Carsten Pommerehne wollen insgesamt 1,57 Mio. Euro in die Errichtung einer Setzlingsproduktion für Welse und in die Erweiterung verschiedener Komponenten am Standort Altkalen investieren, das Land MV und der Europäische Meeres- und Fischereifonds unterstützen die Züchter mit Zuschüssen in Höhe von 770.000 Euro oder 49% der Nettoausgaben. In Lüchow werden bislang jährlich im Schnitt 500 t Afrikanische Welse produziert. Mit der Satzfischproduktion soll die Abhängigkeit von Zulieferern deutlich verringert werden. Nach Deckung des Eigenbedarfs könnten später auch Satzfische an andere Produzenten verkauft werden. Investitionen in die Modernisierung der Filtertechnik sollen Reinigungsleistung und Zuverlässigkeit erhöhen.

Fördergelder in Höhe von 430.000 Euro von Land und EMFF erhält Gottfried Marth, Geschäftsführer der NEN Gottfried Marth aus Walkendorf (Landkreis Rostock). Gegründet im Jahre 2003, produziert Marth jährlich inzwischen bis zu 200 Tonnen Afrikanische Welse. Er investiert insgesamt 877.000 Euro. Durch die zusätzliche Nutzung einer freiwerdenden Halle soll künftig in etwa eine Verdoppelung der Produktion von Welsfilet möglich sein. Durch eine neue Prozesswasseraufbereitung soll der Wasserverbrauch optimiert werden: das Wasser aus der Anlage kann dann teilweise wiederverwendet und damit der Wasserverbrauch deutlich reduziert werden. Außerdem wird die räumliche Anordnung der Schlachtung und Verarbeitung den Anforderungen des HACCP-Hygienemanagements angepasst. Mit der Erweiterung und dem Umbau dieses Bereichs werden die Voraussetzungen für eine weitere EU-Zulassung geschaffen.

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