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News aus der Fischbranche

27.07.2009  Chile: Lachsfarmer setzten mehr als 300 Tonnen Antibiotika ein

Die chilenische Lachsindustrie hat ihren Salmoniden im vergangenen Jahr 325,6 t Antibiotika verabreicht (2007: 385,6 t). Diese Zahl nennt die internationale Meeresschutzorganisation Oceana unter Berufung auf einen Bericht des chilenischen Wirtschaftsministeriums, schreibt Fish Information & Services (FIS). Am häufigsten wurden die Antibiotika Florfenicol (184 t oder 56,7% der Gesamtmenge) und Flumequin (32,2 t oder 9,9%) verwendet. Alex Munoz, stellvertretender Präsident von Oceana Südamerika, wertete die Menge als klaren Hinweis auf "die schlechten Gewohnheiten der Lachsindustrie". Norwegen, weltweit führender Produzent von Zuchtlachs, setzte allerdings nur 649 kg Antibiotika ein ein 500stel der chilenischen Menge. Chiles Wirtschaftsminister Hugo Lavados kritisierte den Vergleich mit dem skandinavischen Land als unfair, da die Produktionsformen sich unterschieden. Die Zeitung Diario Financiero zitiert den Minister mit dem Hinweis, die Antibiotika stellten kein Gesundheitsrisiko dar, da "die Unternehmen den Fisch im Zeitraum vor der Ernte nicht behandeln" und die Arzneimittel deshalb nicht bis zum Verbraucher gelangten.


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