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News aus der Fischbranche




28.04.2017  MSC-Strategie: 20 Prozent zertifiziert bis zum Jahre 2020

Der Marine Stewardhip Council (MSC) hat sein 20-jähriges Bestehen in diesem Jahr zum Anlass genommen, die Ziele für die kommenden drei Jahre und bis zum Jahre 2030 zu formulieren. Gegenwärtig sind 12% der marinen Fischfänge weltweit nach dem MSC-Standard zertifiziert und insgesamt 14% befinden sich im MSC-Programm. Letztgenannte Zahl will der MSC bis 2020 auf 20% steigern und bis zum Jahre 2030 auf ein Drittel der globalen Anlandungen aus Meeresfischerei. Dabei soll der Fokus auf jenen Ökosystemen liegen, die derzeit im MSC-Programm unterrepräsentiert sind, bei denen aber Fänge und Biodiversität gefährdet sind. Neben Thunfischarten und kleinen pelagischen Spezies sollen Tintenfisch, Oktopus, Krebse und Algen zu den Arten mit hoher Priorität gehören. Außerdem will der MSC neue Werkzeuge zur Verfügung stellen, um Fischereien in der Südhemisphäre der Erde den Zugang zur MSC-Zertifizierung zu erleichtern. Marktnachfrage soll in jenen Ländern und Regionen geschaffen werden, die den Wandel auf dem Wasser am ehesten fördern: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien, außerdem die USA, China und Japan.

Lesen Sie zum MSC auch im FischMagazin-Archiv:
30.03.2017 Ostafrika: Fischerei auf Octopus wird kartiert
22.03.2017 Großbritannien: Thunfisch-Marke John West bis Ende 2017 nachhaltig
16.03.2017 MSC-Zertifizierung für Nordsee-Frischfischtheken



Seafoodexpo 2017




25.04.2017  Dänemark will gegen Großbritanniens Fischerei-Ansprüche klagen

Dänemark bereitet sich darauf vor, die britischen Ansprüche auf umfangreichere Fischereirechte nach dem Brexit auf dem Rechtswege zu bekämpfen, schreibt die englische Tageszeitung The Guardian. Die Klage werde sich auf die Behauptung dänischer Fischer stützen, ihren Zugang zu den Meeren rund um Großbritannien auf historische Rechte zu stützen, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Der Streit werde eventuell vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag enden, obgleich dänische Behördenvertreter betonten, dass sie dies nicht beabsichtigten. Dänemark strebe vielmehr im Zusammenhang mit dem Brexit nach einem Kompromiss, der die Rechte seiner Flotte respektiere, auch weiterhin hunderte gemeinsam befischter Bestände wie Kabeljau, Hering, Makrele, Scholle und Sandaal ausbeuten zu dürfen. Offiziellen Angaben zufolge werden 40 Prozent dessen, was dänische Fischer alljährlich anlanden, in der sich auf 200 Seemeilen erstreckenden Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Großbritanniens gefischt. Bei sieben anderen EU-Mitgliedsstaaten werde erwartet, dass sie die dänische Position teilen werden, da sie ebenfalls betroffen sind, sollte das UK den Zugang der EU-Flotte zu seinen Gewässern nach 2019 zu beschränken suchen.




Polfish 2017




24.04.2017  Großbritannien: Kaum Warenunterschiebung im Fish & Chips-Shop

Wer in einem britischen Fish & Chips-Laden ein Menü bestellt, der erhält in mehr als 95 Prozent der Fälle tatsächlich jenen Weißfisch unter der Panade, den er bestellt hat. Das hat der Marine Stewardship Council (MSC) bei seiner regelmäßig durchgeführten "Echtheitsprüfung" bei 122 Fish & Chips-Shops im UK und in Irland festgestellt. Allerdings, so betont der MSC, sei die Wahrscheinlichkeit, einen "falschen Fisch" zu bekommen, in einem nicht MSC-zertifizierten Laden fünfmal so hoch wie in einem Fischimbiss, der eine Produktkettenzertifizierung des MSC besitzt. Die Organisation hatte jeweils eine Stichprobe in 61 MSC-zertifizierten Shops gezogen und ergänzend außerdem eine Probe im nächstliegenden nicht-zertifizierten Imbiss. Das Ergebnis: bei den 61 MSC-Proben wurde bei den folgenden DNA-Tests im Labor nur in einem Fall Schellfisch nachgewiesen, wo Kabeljau deklariert war (= 1,64%), während es bei den Läden ohne Zertifikat 5 von 61 waren (= 8,2%). Allerdings wurde nur in einem Fall eine geringerwertige Fischart verkauft - Wittling statt Kabeljau -, während in den übrigen vier Fällen entweder Kabeljau gekauft und Schellfisch serviert worden war oder umgekehrt.

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30.03.2017 Ostafrika: Fischerei auf Octopus wird kartiert
28.03.2017 Dänemark: Fischerei auf Sandaal, Sprotte und Franzosendorsch zertifiziert
16.03.2017 MSC-Zertifizierung für Nordsee-Frischfischtheken



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21.04.2017  Norwegen: Lieferanten beklagen zuviel großen Skrei

Niemals zuvor haben Norwegens Fischer soviele große Skrei angelandet wie in diesem Jahr, meldet das Portal IntraFish. Warme Wassertemperaturen, ein günstiges Nahrungsangebot und ein seit Jahren gutes Bestandsmanagement haben dem Handel jetzt ein Problem beschert, denn: der Markt will keinen zu großen Winterkabeljau. Die Folge: die Exporteure haben Schwierigkeiten, diesen Skrei zu vernünftigen Preisen zu verkaufen. Nach Angaben der Norwegischen Verkaufsorganisation der Fischer (Norges Råfisklag) habe sich der prozentuale Anteil von Kabeljau, der mehr als 9 kg Lebendgewicht bzw. 6 kg ausgenommen mit Kopf (H&G) auf die Waage bringt, von 2010 bis heute nahezu verdoppelt. Alleine im vergangenen Jahr nahm die Anlandemenge dieser Sortierung um 3 Prozent zu. Auf der anderen Seite gingen die Fangmengen von Skrei kleiner als 2,5 kg seit 2011 um 10 Prozent zurück. Große Kabeljaue eigneten sich am besten für den Salzfischmarkt, doch selbst dieser Markt könne die gestiegenen Mengen nicht aufnehmen. Noch laufen die diesjährigen Bestandsuntersuchungen für den Skrei, doch für 2016 wurde beim Kabeljau ein Durchschnittsgewicht von etwa 9 kg gemeldet. Obgleich die großen Kabeljaue erheblich mehr Eier tragen als kleinere Exemplare, gebe es jedoch keine Garantie für zukünftige starke Jahrgänge.

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13.04.2017 Anteil nachhaltig bewirtschafteter Fischbestände in EU-Gewässern bei 60%




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21.04.2017  Großbritannien: Führender Frischfischproduzent wird verkauft

Die Icelandic Group will ihre britische Tochter Icelandic Seachill verkaufen, meldet IntraFish. Der im Fischereihafen Grimsby ansässige Fischproduzent ist Inhaber der Marke The Saucy Fish Co. und mit 750 Beschäftigten einer der führenden Frischfisch-Lieferanten für den LEH in Großbritannien. In diesem Jahr ist The Saucy Fish Co. auch in das Geschäft mit Frostprodukten eingestiegen. Für 2016 meldete Seachill Umsätze in Höhe von 318,1 Mio. Euro und einen Gewinn (EBITDA) von 12,4 Mio. Euro. Das Verkaufsverfahren für Icelandic Seachill liegt in den Händen von Islandsbanki und Oghma Partners, einer der führenden Beratungsfirmen in Großbritannien.

Lesen Sie zu Icelandic auch im FischMagazin-Archiv:
03.03.2017 Belgien: Zahlreiche Bieter für Icelandic Gadus
26.09.2016 Island: Icelandic-Gruppe verkauft Frischfisch-Verarbeiter Ny-Fiskur
06.02.2014 Großbritannien: Icelandic-Gruppe entlässt 250 Mitarbeiter
21.04.2017  Geomar-Wettbewerb: "Fischdetektive-Challenge" für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren sind aufgerufen, in diesem Sommer Fisch aus dem deutschen Handel auf seine Herkunft zu überprüfen. Das Berliner "Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2016*17 - Meere und Ozeane" und das "Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel" veranstalten gemeinsam die "fischdetektive challenge". "Über 30 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt. Verbindliche Fangquoten sollen dies eigentlich verhindern, doch eine flächendeckende Überwachung aller Fischereiflotten ist kaum zu bewerkstelligen. Doch die Verbraucherinnen und Verbraucher können selbst mithelfen, dass sich Fische aus überfischten Beständen nicht mehr gut verkaufen lassen", schreiben die Veranstalter in ihrer Pressemitteilung. Deshalb soll der Nachwuchs bei der fischdetektive challenge überprüfen, ob die Angaben zu Fischart, Fangregion und -methode vorliegen. Ab dem 8. Juni 2017, dem Welttag der Ozeane, ziehen die jungen Detektive mit Probenahme-Kits durch Supermärkte, Restaurants und Fischläden, um Proben zu sammeln.

Die Analyse der winzigen Gewebeproben übernehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Molekularlabor des Geomar Helmholtz-Zentrums. Während des gesamten Aktionszeitraums können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Punkte sammeln. Unter den Detektiven, die am Ende auf der Bestenliste ganz oben stehen, werden Preise verlost. Zu gewinnen sind zum Beispiel eine Mitfahrt auf einem Forschungsschiff des Geomar oder die Möglichkeit, bei der Analyse der Fischproben selbst dabei zu sein. Punkte gibt es für das Einsenden der Proben, wobei die Punktzahl vom Kaufort abhängt, denn Supermarkt, Fischladen oder Restaurant machen es unterschiedlich schwer, alle benötigten Informationen zu erhalten. Zusätzlich kann das Punktekonto durch Interaktionen auf der Website www.fischdetektive.de aufgebessert werden. Alle Informationen zum Projekt, ein Erklärvideo und wöchentlich neue Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Fisch finden sich auf der Website oder in der Webapp. Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
27.01.2017 Irland: Deutsche Discounter in der Kritik
19.03.2013 DNA-Tests: Kein Betrug bei MSC-Fisch
19.04.2012 Studie: MSC-Siegel unzuverlässig, aber empfehlenswert




20.04.2017  Dänemark: Espersen verlegt Produktion von Fredericia nach Polen

Der dänische Weißfisch-Verarbeiter Espersen will seine Fabrik in Fredericia (Jütland) bis Ende 2018 schließen und die Produktion nahezu vollständig nach Polen verlegen. Das bestätigte Geschäftsführer Klaus Nielsen gegenüber dem Portal IntraFish. Rund 125 Beschäftigte in Dänemark verlieren damit ihre Arbeit. Die Höhe ihrer Löhne sei auch der Hauptgrund für Espersen, in Zukunft in Polen zu produzieren, wo insbesondere die Arbeitskosten niedriger sind. Jahrelang habe die Fabrik in Fredericia versucht, durch eine Reihe von Effizienzsteigerungen die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. "Das Team in Dänemark hat einen sehr guten Job gemacht, aber die Kosten ziehen unser Ergebnis nach unten", sagte Nielsen,"die Produktion von Fertiggerichten und Backfischprodukten ist arbeitsintensiv und wir waren nicht in der Lage, die Produktion derart zu optimieren, dass sie wieder profitabel war." Ende März hatte Espersen in seinem Jahresbericht für 2016 Verluste in Höhe von 4,7 Mio. Euro gemeldet. Der zukünftige Standort der Fabrik in Polen stehe noch nicht fest.

Lesen Sie zu Espersen auch im FischMagazin-Archiv:
08.03.2017 Norwegen/Dänemark: Marine Harvest und Espersen vermarkten gemeinsam
28.09.2015 Dänemark: Espersen verlegt China-Produktion nach Vietnam und Europa





[19.04.2017] USA: Scallops aus US-Fischerei mit Fair Trade-Siegel
[19.04.2017] Spanien: Pangasius-Umsätze brechen ein
[19.04.2017] Völklingen: Fast 11.000 Euro Alterversorgung für Jochen Dahm
[19.04.2017] Vietnam: Shrimp-Jahresproduktion soll bis 2025 auf 1,1 Mio. t wachsen

[18.04.2017] Spanien: Erste Forellenfarm erhält ASC-Zertifizierung
[18.04.2017] Sandor Seafood errichtet neuen Produktionsbetrieb

[13.04.2017] Anteil nachhaltig bewirtschafteter Fischbestände in EU-Gewässern bei 60%

[12.04.2017] Neues Kühlhaus für den Fischereihafen Bremerhaven

[11.04.2017] Rodé Vis legt Grundstein für neue Lachsräucherei

[05.04.2017] Kempen: PTC Germany strebt Umsatz von 250 Mio. Euro an
[05.04.2017] Dänemark: Morten Bank verlässt Danforel

[03.04.2017] Seafood Expo Global: Aktuelles zu neuen ASC-Standards
[03.04.2017] China: Neue Farm für 60.000 t Shrimps startet im September

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