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News aus der Fischbranche




26.05.2017  Grönland: Weltweit erste Fischerei auf Schwarzen Heilbutt MSC-zertifiziert

Grönland: Weltweit erste Fischerei auf Schwarzen Heilbutt MSC-zertifiziert

Die Fischerei auf den Schwarzen Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides) vor der Westküste von Grönland ist vom Marine Stewardship Council (MSC) als nachhaltig und gut gemanaged zertifiziert worden. Damit trägt weltweit erstmals eine Fischerei auf diese Fischart das MSC-Zertifikat. Im März 2016 hatte Sustainable Fisheries Greenland (SFG) die Prüfung beantragt, die von dem unabhängigen Auditierer DNV GL nach dem aktualisierten MSC-Fischereistandard v2.0 bewertet wurde. Die Fischerei wird von vier Trawlern in der Baffin-Bucht und in der Davisstraße mit Bodenschleppnetzen betrieben. Für das Management ist Grönlands Ministerium für Fischerei und Jagen verantwortlich, das auch die jährlichen Fangquoten festlegt. Der Schwarze Heilbutt (engl. Greeland halibut) lebt um die Arktis sowohl im Atlantik als auch im Pazifik bei Wassertemperaturen von 1 bis 4 Grad Celsius und wird bis zu 1,2 Meter lang. Im Gegensatz zu anderen Plattfischarten, die nur auf der Oberseite dunkel, auf der Unterseite aber hell sind, ist der Schwarze Heilbutt auf beiden Seiten dunkel. Der wertvollste Plattfisch in Grönlands Gewässern wird vor allem nach China und Japan exportiert als Filet für Sushi und Sashimi. In Europa sind Deutschland und Spanien die wichtigsten Märkte.

Lesen Sie zum Schwarzen Heilbutt auch im FischMagazin-Archiv:
03.05.2017 Ecuador: Fünf Thun-Fischereien streben gemeinsam nach MSC-Zertifikat
28.04.2017 MSC-Strategie: 20 Prozent zertifiziert bis zum Jahre 2020
30.01.2017 Kaltwassergarnelen: Fangquote 2017 für Westgrönland leicht erhöht




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26.05.2017  Lachspreise: Eine Ursache sind die Ausfälle in Chile

Norwegens Fischindustrie begrüßte die hohen Lachspreise zum Abschluss des 1. Quartals 2017 als "gute Nachricht", schreibt Fish Information & Services (FIS). Für die im Vorjahresvergleich um bis zu 40% höheren Preise machen die Norweger u.a. die geringeren Erntemengen in Chile verantwortlich. Weltweit lag die Erntemenge beim Atlantischen Lachs im ersten Vierteljahr mit 470.600 t etwa 4% niedriger als im 1. Quartal 2016, berichtet Marine Harvest. Salmar schätzt die Lachsmenge für die ersten drei Monate auf 516.900 t - 5% weniger als in I/2016: "Der Rückgang hängt vor allem mit der niedrigeren Produktion in Chile zusammen, die gegenüber dem Vergleichsquartal um 21% geringer ausfiel." Insgesamt hatte Chile 2016 durch eine Algenblüte 135.000 t Lachs verloren. Darüberhinaus verweist Salmar auf die Lachsproduktion in Nordamerika und auf den Färöer Inseln: die Amerikaner ernteten im 1. Quartal 35.100 t - ein Minus von 5% - und auf den Färöern lag die Produktion mit 16.600 t sogar 12% unter dem Ergebnis 2016. Diese Einschätzung teilt Norway Royal Salmon, die wie alle norwegischen Züchter profitieren: so exportierte Norwegen im 1. Quartal 4% mehr Lachs, während der Wert der Exporte 21% höher lag als im 1. Quartal 2016.

Lesen Sie zum Lachspreis auch im FischMagazin-Archiv:
10.05.2017 Norwegen: Lerøy notiert höchsten Umsatz der Geschichte
25.04.2016 Frankreich: Lachsräucherer leiden unter hohen Rohwarenpreisen
24.03.2016 Lachs: Rekordpreise von über 7,50 Euro/kg gefährden das Geschäft



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23.05.2017  Kanada: Erste Rotbarsch-Fischerei erhält MSC-Zertifizierung

Kanada: Erste Rotbarsch-Fischerei erhält MSC-Zertifizierung

Nicht ohne Stolz melden der Marine Stewardship Council (MSC) und das Groundfish Enterprise Allocation Council (GEAC), dass erstmals eine kanadische Fischerei auf Rotbarsch eine MSC-Zertifizierung erhalten habe. Der zertifizierte Acadian redfish (Sebastes fasciatus), auch bekannt als Atlantischer Rotbarsch oder Meeresbarsch, wird in der Abteilung 3LN der Nordwestatlantischen Fischerei-Organisation (NAFO) befischt. Nachdem die Bestände des Sebastes fasciatus durch Überfischung Ende der 1980er Jahre erschöpft waren, wurde er von 1998 bis 2010 nicht im Rahmen einer Zielfischerei befischt. Nach Jahren sorgfältigen Managements erholte sich der Bestand, so dass die Fischerei 2010 wieder geöffnet wurde. Unter wissenschaftlicher Begleitung ist jetzt vorsichtig eine Höchstfangmenge (TAC) festgelegt worden. Kanada hält 42,6% der TAC, deren Hauptteil von Schiffen der Ocean Choice International (OCI) auf der Neufundlandbank gefangen wird. Die Zertifizierung könne als Beweis dafür gelten, dass Fischbestände sich erholen können und dass ein robustes Fischerei-Management funktioniere, kommentierte Jay Lugar, MSC-Programmdirektor in Kanada, die Zertifizierung.

Lesen Sie zum Rotbarsch auch im FischMagazin-Archiv:
22.11.2016 Rotbarsch: 7.500 t Quote für die Irmingersee
16.06.2014 Island: Rotbarschfang als nachhaltig zertifiziert
20.12.2013 Kanada: Ocean Choice nimmt Fortune-Fabrik wieder in Betrieb



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23.05.2017  Italien: Konferenz zu Fischverhalten und Fischwohl

Das Fischwohl ist ein in der Aquakultur weitgehend vernachlässigter Aspekt, meint die Tierschutzorganisation Fair-Fish. Dennoch greife zunehmend die Erkenntnis, dass "humanere" Zuchtmethoden nicht nur dem Tierwohl dienten, sondern auch die Qualität des Produktes, die Zufriedenheit des Verbrauchers und die Gewinne der Industrie beförderten. Das Projekt "FishEthoBase" sei mit dem Ziel gegründet worden, ein Rahmenwerk zu schaffen, um das Tierwohl gezüchteter Fischarten zu bewerten. Letztendlich soll nicht nur den Farmern ein Instrument an die Hand gegeben werden, das Wohl ihrer eigenen Tiere zu verbessern, sondern es soll auch eine globale Perspektive bieten, welche Arten am ehesten "menschenwürdig" gehalten werden können. "Unseres Erachtens ist dies der erste Versuch, ein Bewertungsschema für das Tierwohl in der Aquakultur zu erarbeiten. Und es könnte ein entscheidender Schritt sein, um in naher Zukunft eine Tierwohl-Zertifizierung für die Branche zu schaffen", meint Billo Heinzpeter Studer, Präsident von fair-fish international und Projektleiter von FishEthoBase. Hierzu findet vom 2. bis 5. September 2017 im italienischen Monfalcone die Konferenz "Fish ethology & welfare (FEW) - Summer Shoal 2017" statt, deren Vortragsprogramm von Referenten aus sechs Ländern bestritten wird. Näheres unter: http://www.fair-fish.net/FEW2017/

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.05.2017 Mecklenburg-Vorpommern: Zandergenom wird weltweit erstmals erforscht
19.01.2010 Schweiz: Fischzüchter Raab will "Rehabilitation als Tierfreund"
01.04.2009 Schweiz: Hans Raab droht mit Schließung seiner Fischfarm



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18.05.2017  Island: Exporteure leiden unter starker Krone

Die anhaltend starke Isländische Krone (ISK) bereitet dem exportierenden Fischereisektor des Landes Sorgen. Während die Krone in den letzten zwei Jahren um 24% an Wert gewonnen hat, verloren entsprechend der US-Dollar, das britische Pfund und der Euro. Da die meisten Exporteure in Euro oder USD bezahlt werden, haben sie in den vergangenen zwei Jahren versucht, ihre Euro-/USD-Preise anzuheben, um ihr Ergebnis in ISK zu halten, schreiben die Undercurrent News. "Aber auch mit Blick auf den Brexit und den Versuch, Märkte wieder zurückzugewinnen, ist das Anheben der Preise keine wirkliche Option. Das würde nicht akzeptiert werden", sagt Jon Stefansson von der Beratungsfirma Markó Partners. Nach Ende des um die Jahreswende stattgefundenen, fast drei Monate währenden Streiks isländischer Fischer startete die Branche eine "olympische Fischerei" und landete große Mengen insbesondere Weißfisch an. Eine Folge: die Kabeljaupreise sanken von 3,95 Euro/kg Mitte Januar auf unter 3,00 Euro/kg in den letzten April-Wochen, sagt Stefansson. Islands Finanzminister Benedikt Johannesson erwog Anfang April schon, die isländische Krone an den Euro oder das britische Pfund zu koppeln, um die schwankende Währung zu stabilisieren - ein Vorschlag, den Regierungschef Bjarni Benediktsson allerdings zurückwies, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Lesen Sie zu Island auch im FischMagazin-Archiv:
12.05.2017 Island: Größter Kabeljau-Bestand seit Beginn der Aufzeichnungen
22.02.2017 Island: Streik nach zehn Wochen beendet




7.061 Seafood-Anbieter im direkten Zugriff



18.05.2017  Niederlande: Tel übernimmt Hoogendijk Import Export

Der holländische Garnelen-Großhandel Tel (IJmuiden) hat "eine strategische Beteiligung" an dem ebenfalls holländischen Im- und Export-Unternehmen Hoogendijk (Vlaardingen) erworben, meldet das Portal Vlaardingen24.nl. Tel habe die Gesellschaftsanteile des bisherigen Geschäftsführers Jaap Hoogendijk (58) übernommen, der im Laufe des Jahres 2017 ausscheiden werde. Damit endet eine über zehn Generationen laufende Familientradition. Der kaufmännische Leiter Leo Hattenbach hat seine Unternehmensanteile aufgestockt und wird Geschäftsführer. Tel beschreibt Hoogendijk als "ein profitables und wachsendes Unternehmen, das TK-Seafood von allen Kontinenten importiert und sowohl den Großhandel als auch Industriekunden in fast allen europäischen Ländern" beliefert.

Tel versorgt als Shrimp- und Seafood-Großhandel vor allem seine eigenen Fischläden, ist aber auch ein bekannter Gastrolieferant. Die Übernahme von Hoogendijk ist die vierte Beteiligung der IJmuidener: sie halten schon Anteile an Kegge Garnalenhandel (Handel für maschinengeschälte Garnelen), VD119 (Seafood-Großhandel in Volendam) und an Marisa Fisheries in Surinam (Fischfang- und Verarbeitungsunternehmen in Paramaribo). Über das Kundennetzwerk von Hoogendijk versprechen sich die Tel-Eigner Ronald Jonker und Rick Tel ein weiteres Wachstum im europäischen Rahmen.

Lesen Sie zu den Niederlanden auch im FischMagazin-Archiv:
11.04.2017 Rodé Vis legt Grundstein für neue Lachsräucherei
28.03.2017 Holland: Heiploeg will Fabrik erweitern
24.03.2017 Niederlande: Investor hat Mehrheit von Profish übernommen



18.05.2017  Österreich: Erste Garnelenfarmer wollen 10 Tonnen produzieren

Im österreichischen Hall (Bundesland Tirol) haben die Großcousins Daniel Flock und Markus Schreiner vor zwei Jahren eine Kreislaufanlage für die Produktion von White Tiger-Shrimps gebaut. In der kleinen, selbst konstruierten Pilotanlage, untergebracht in der ehemaligen Kaserne Hall, ernten sie bislang 300 Kilo im Jahr, die sie an Restaurants, Hotels, aber auch an Privatkunden verkaufen. Ende März startete der Verkauf der Garnelen auch bei der Metzgerei Brindlinger in Rum, wo die Shrimps - neben Fleischprodukten - über einen 24 Stunden rund um die Uhr zugänglichen, gekühlten "Gourmet-Automaten" verkauft wurden. Die Nachfrage nach den ohne Medikamenteneinsatz produzierten Shrimps sei enorm, zitiert der Österreichische Rundfunk (ORF) Daniel Flock. Im November vergangenen Jahres hatten die beiden beim Innovationspreis der Österreichischen Jungbauernschaft mit ihrem Projekt "Alpengarnele" den mit 1.000,- Euro dotierten dritten Platz belegt. Jetzt sind die Züchter, die im Hauptberuf als Maschinenbaukonstrukteure arbeiten, auf der Suche nach einer geeigneten Halle, um eine große Kreislaufanlage zu bauen. Läuft alles nach Plan, wollen sie in Tirol zehn Tonnen Warmwassergarnelen züchten. Damit könnte der Grundstein für eine Garnelenzucht in Österreich gelegt sein.

Lesen Sie zur Shrimpzucht in der Kreislaufanlage auch im FischMagazin-Archiv:
28.02.2017 Internationales Symposium zur Shrimp-Zucht: EuroShrimp 2017
22.11.2016 Lettland: Shrimp-Kreislaufanlage für bis zu 100 Tonnen
26.10.2016 Mecklenburg: Garnelenfarm Fluxx2 meldet Insolvenz an




[16.05.2017] Zivilschutzkonzept: Fischkonserven für den Notfall

[15.05.2017] Ukraine wird zunehmend zum Verarbeitungsstandort

[12.05.2017] Deutsche Hochseefischerei fischt 67 Prozent in britischen Gewässern
[12.05.2017] Amsterdam: 4.300 Stände auf der Handelsmarkenmesse PLMA
[12.05.2017] Island: Größter Kabeljau-Bestand seit Beginn der Aufzeichnungen
[12.05.2017] Belize: Drei Shrimpfarmen verlieren ihre ASC-Zertifizierungen

[11.05.2017] Deutsche See kauft 80 Elektrolieferwagen
[11.05.2017] Irland: Neuer Geschäftsführer bei BIM

[10.05.2017] Norwegen: Lerøy notiert höchsten Umsatz der Geschichte
[10.05.2017] Dänemark: Kangamiut mit 43 Prozent Gewinnzuwachs
[10.05.2017] Aramark stellt die traditionelle mexikanische Küche vor

[09.05.2017] Feuer bei Deutsche See: G20-Gegner im Verdacht

[05.05.2017] Hamburg: Vier Kühlwagen von Deutsche See durch Feuer zerstört

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