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News aus der Fischbranche




27.06.2017  Vietnam: Shrimpzucht in Polykultur vermeidet Medikamenteneinsatz

Offenbar erfolgreich testet Vietnam seit einigen Jahren die kombinierte Zucht von Shrimps mit anderen Fischarten und Seafood, um somit den Ausbruch von Seuchen zu vermeiden. So besetzen Shrimp-Farmer ihre Teiche gleichzeitig mit Tilapien, die das Wasser vergleichsweise sauber halten und auf diese Weise die Entwicklung von pathogenen Bakterien reduzieren. Bei Versuchen in der zentralvietnamesischen Provinz Phú Yen wurden die Garnelen auch mit Blaukrabbe, Austern, Algen und Seegurken kombiniert. Obwohl der Gewinn niedriger sei als bei der ausschließlichen Shrimpzucht, verdiene er noch 100 Mio. VND (fast 3.900 Euro) auf einer Fläche von ca. 1.800 qm, sagt ein Shrimpszüchter aus der Gemeinde Hoa Tam.

Lesen Sie zu Vietnam auch im FischMagazin-Archiv:
19.04.2017 Vietnam: Shrimp-Jahresproduktion soll bis 2025 auf 1,1 Mio. t wachsen
27.02.2017 Vietnam: Shrimp-Industrie verfehlt ehrgeiziges Exportziel
15.08.2016 Vietnam: Ehemalige Uhrenholt-Einkäufer gründen neue Garnelen-Firma



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27.06.2017  Schottland: Pressekampagne trotz sinkender Abschüsse von Kegelrobben

Schottland: Pressekampagne trotz sinkender Abschüsse von Kegelrobben

Aktuell veröffentlichte Zahlen zu Abschüssen von Kegelrobben an schottischen Lachszuchten haben in Großbritannien einen Aufschrei in der Publikumspresse bewirkt. Die britische "Times" titelte vor drei Tagen "Robben erschossen um Waitrose-Lachs zu schützen". Weitere bekannte Titel folgten, darunter das frei verteilte Tabloid "Metro": "Robben werden geschossen, um ethisch korrekten Lachs, verkauft in britischen Supermärkten, zu schützen". Der "Mirror Online" schrieb, dass es in den Weltmeeren nur noch 400.000 Kegelrobben gebe, und zitierte Andy Ottaway, Kampagnenleiter bei der Seal Protection Action Group (SPAG): "Die Unternehmen, die die meisten Robben abschießen, sind Marine Harvest, die Sainsburys und Waitrose beliefern, sowie Scottish Sea Farms, die Marks and Spencers beliefern." Und: "Es gibt auf der Welt weniger Kegelrobben als Afrikanische Elefanten, aber weil sie in britischen Gewässern konzentriert sind, glauben die Menschen, dass es ihnen gut geht." Abschließend zitiert "The Times" den Marine Harvest-Manager Ben Hadfield mit den Worten: "Wenn die Robben den Fisch angreifen, dann schießen wir sie ab wie ein Bauer Füchse tötet."

Tatsächlich haben schottische Lachszüchter im vergangenen Jahr 38% weniger Robben getötet als im Jahr zuvor, so die regierungsamtlichen Daten. Die Zahl von 99 getöteten "seals" ist die niedrigste, seit Schottlands Regierung im Jahre 2011 ein Lizenzprogramm einführte, unter dem die Abschüsse von Robben überwacht werden. "Diese Zahl entspricht einem Rückgang von fast 80% im Vergleich zu jenen 459 Robben, die 2011 abgeschossen wurden. Und angesichts eines im April 2016 eingeführten dreijährigen Verbots der Küstenfischerei sollte diese Zahl 2017 noch weiter fallen", teilte sogar die erwähnte Robbenschutzorganisation SPAG mit, die gleichzeitig ankündigte: "Während durch die Kampagne schon tausende Robben gerettet wurden, wird die SPAG nicht eher ruhen, als bis das Töten endgültig eingestellt ist." So fordert die SPAG Regierung und Lachsindustrie auf, auf eine Einstellung der Abschüsse bis zum Jahre 2020 hinzuarbeiten. Die Forderung reagiere auch auf eine Entscheidung der USA, den Import von schottischem Lachs in fünf Jahren zu verbieten, wenn das Töten von Robben bis dahin nicht abgestellt sei. Immerhin importiert das Land jährlich schottischen Lachs im Wert von etwa 200 Mio. GBP, mehr als 227 Mio. Euro.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.09.2015 Schottland: Seehund-Abschüsse befeuern Kampagne gegen Lachszucht
01.09.2015 Schottland: Fischzüchter schießen weniger Robben
02.12.2011 Marine Harvest will Tötung von Robben verringern



Polfish 2017




27.06.2017  Mecklenburg-Vorpommern: Öffentliche Führungen für Aquakultur in Born

Die Aquakulturanlagen in Born (Mecklenburg-Vorpommern) bieten in den kommenden Wochen mehrere Führungen an. Mit den Veranstaltungen wolle man darauf aufmerksam machen, dass die Fischbestände in den Weltmeeren und Seen nicht beliebig steigerungsfähig seien, erklärt Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV: "Wir müssen uns bewusst machen, dass kurze Wege besser sind als weltweite Transporte. Letztere erhöhen die Stickstoff- und Kohlendioxidbelastungen in der Umwelt. Auch ist die transparente Produktion vor Ort ein Garant für gesunde, sichere Erzeugnisse." Die Besucherinnen und Besucher können die neuen experimentellen Anlagen für die Zucht von Forellen, Stören und Zander - bisweilen auch für Barsche, Schnäpel und Welse - besichtigen. Nach zwei ersten Führungen schon am 20. Juni finden weitere am 18. Juli und am 5. September 2017 jeweils um 10:00 und um 13:00 Uhr statt. Die Führungen dauern etwa 90 Minuten und kosten 5,- Euro bzw. ermäßigt 3,- Euro, Kinder bis zum siebten Lebensjahr sind frei. Die die Teilnehmerzahl auf 20 pro Führung begrenzt ist, wird eine vorherige Anmeldung empfohlen: www.aquakultur-mv.de unter "Anmeldung Born".

Lesen Sie zu den Forschungen in Born auch im FischMagazin-Archiv:
16.02.2017 Forschung zu Fischfutter: Rotalgen statt Fischmehl
18.05.2015 Mecklenburg-Vorpommern: Führungen durch Aquakultur in Born



fish international




26.06.2017  Neufundland: Höhere Preise für Kaltwassergarnelen

Die Regierung der kanadischen Provinz Neufundland hat auf Vorschlag der Fischer den Mindestpreis für die Kaltwassergarnele (Pandalus borealis) für diesen Sommer von bislang 0,95 CAD/lb auf 1,25 CAD/lb angehoben, melden die Undercurrent News. Die Anhebung von umgerechnet 0,64 Euro/lb (= 1,41 Euro/kg) auf 0,84 Euro/lb (= 1,85 Euro/kg) entspricht einem Plus von 31,5%. Allerdings liegt dieser Mindestpreis noch immer 11% unter dem Preis von 1,40 CAD/lb (= 0,94 Euro/lb) im Jahre 2016 und sogar 24% unter jenen 1,64 CAD/lb (= 1,10 Euro/lb), die die Fischer 2015 erhielten, erinnert das Portal IntraFish. Angesichts der erheblichen Absenkung der kanadischen Shrimpquoten und der gegenüber dem kanadischen Dollar gestiegenen Kurse von britischem Pfund und dänischer Krone sei in den kommenden Monaten mit stabilen Märkten zu rechnen. Allerdings werden die kanadischen Shrimps nicht vor Ende August bzw. Anfang September gehandelt.

Lesen Sie zu den Kaltwassergarnelen auch im FischMagazin-Archiv:
30.01.2017 Kaltwassergarnelen: Fangquote 2017 für Westgrönland leicht erhöht
19.07.2016 Kanada reduziert Fangquote für Eismeergarnelen um 42 Prozent
15.06.2016 Norwegen: Fischerei auf Kaltwassergarnelen erhält MSC-Zertifikat




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26.06.2017  Schottland: Parlament startet Untersuchung zur Lachszucht

Das schottische Parlament wird eine Untersuchung der heimischen Lachsfarm-Branche einleiten, schreibt Fish Information & Services (FIS). Damit reagieren die Parlamentarier auf eine Petition der Umweltorganisation Salmon & Trout Conservation Scotland (S&TCS), die den Schutz wilder Lachse vor Lachsläusen aus schottischen Lachszuchten verlangt. S&TCS argumentiert, dass die Lachszucht insbesondere in Schottlands Fjorden und Loughs zu einer erheblichen Veränderung des Vorkommens und der Häufigkeit von Lachsläusen in Teilen der Küstengewässer der westlichen Highlands und der Inseln geführt habe. In Farmen, in denen sich die durchschnittliche Zahl der weiblichen Läuse auf Dauer über der vom Code of Good Practice festgelegten Höchstzahl bewege, sollten die Lachse umgehend geschlachtet werden. Farmen, die bei Kontrollen ständig durchfielen, sollten geschlossen oder von Lachsflüssen und Wanderrouten weg verlegt werden. Schließlich unterstützt der S&TCS den Schritt zur komplett geschlossenen Lachsproduktion in Schottland und einer vollständigen "biologischen Trennung" von Wild- und Zuchtlachs. Denn selbst wenn die Zuchtlachse im Schnitt nur ein oder zwei eiertragende Lausweibchen trügen, bedeutete dies angesichts hunderttausender Farmlachse ein sehr großes Brutreservoir, das große Lauszahlen produziere, die in die marine Umwelt gelangten.

Lesen Sie zur Lachszucht in Schottland auch im FischMagazin-Archiv:
04.05.2017 Großbritannien: Angler-Vereinigung fordert Fangstopp für Putzerfische
17.01.2017 Schottland: Lachszüchter Loch Duart steuert Gewinnzone an
14.10.2016 Schottland: Prince Charles besucht Marine Harvest-Lachsfarm




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26.06.2017  Vietnam will Tilapia-Produktion bis zum Jahr 2020 verdoppeln

Vietnam will seine Produktionsmenge von zuletzt 150.000 t (2016) Tilapia bis zum Jahre 2020 verdoppeln, meldet IntraFish. Die Teichfläche, auf der der Buntbarsch gezüchtet wird, soll bis dahin von derzeit 21.000 ha auf dann 33.000 ha erweitert werden. Bis zu 60% der Erntemenge sei für den weltweiten Export vorgesehen. Die drei wichtigsten Märkte für Tilapia aus Vietnam waren 2015 die USA (Exportwert: 5,3 Mio. Euro), Spanien (2,7 Mio Euro) und Kolumbien (2,7 Mio. Euro). Die weiteren Pläne: im Jahre 2030 sollen auf 40.000 ha Teichfläche 400.000 t Tilapia gezüchtet werden, von denen dann 45 bis 50% in den Export gehen.

Lesen Sie zum Tilapia auch im FischMagazin-Archiv:
28.03.2017 Regal Springs: Magdalena Wallhoff scheidet aus
15.12.2016 ASC führt Übergangsstandard für Futtermittel ein
22.01.2016 Polen: Erste Kreislaufanlage für Tilapia erhält ASC-Zertifikat



23.06.2017  Island: 6% mehr Kabeljau, 20% mehr Schellfisch

Island: 6% mehr Kabeljau, 20% mehr Schellfisch

Islands Meeresforschungsinstitut (MRI) hat für die Fangsaison 2017/18 für mehrere Weißfischarten Fangquoten-Erhöhungen empfohlen, meldet IntraFish. Auf Basis wissenschaftlicher Daten hält das MRI eine Anhebung der Kabeljau-TAC von zuletzt 244.000 t um 14.572 t auf 257.572 t in der kommenden Fangsaison für möglich. Auch die Schellfisch-TAC 2017/18 kann mit 41.390 t fast 20% über der letztjährigen Quote von 34.600 t liegen, da die Rekrutierung 2016 und 2017 besser sei als vor fünf Jahren. Für den Seelachs empfehlen die Wissenschaftler eine Anhebung um 5.237 t, und zwar von 55.000 t auf 60.237 t. Beim Grönland-Heilbutt schlagen die Experten vor, die TAC bei 24.000 t zu belassen, von denen Island 13.536 t erhält und Grönland die verbleibende Menge. Kaum Änderungen gegenüber der vergangenen Saison gibt es bei den Plattfischbeständen - Ausnahme: die Rotzunge, deren Quote um 20% auf 1.304 t steigen darf. Niedrigere Quoten empfiehlt das Forschungsinstitut für Rotbarsch, weil der Laicherbestand leicht zurückgegangen sei: minus 4% auf 50.800 t. Beim Hering führen Bestandsrückgang und schlechte Rekrutierung zu einer Quotenreduzierung um 38% auf 39.000 t.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
21.06.2017 Norwegen: ICES empfiehlt Senkung der Kabeljau-Quote für 2018
18.05.2017 Island: Exporteure leiden unter starker Krone
12.05.2017 Island: Größter Kabeljau-Bestand seit Beginn der Aufzeichnungen



[23.06.2017] Belgien: Dirk Belmans jetzt bei Barschzüchter Aqua4C

[22.06.2017] Dänemark: Langsand Laks schreibt Verluste im vierten Jahr in Folge

[21.06.2017] Dänemark: Wettbewerb um die beste Verwendung von Beifang
[21.06.2017] Norwegen: ICES empfiehlt Senkung der Kabeljau-Quote für 2018
[21.06.2017] Norwegen: Cermaq meldet Erfolge im Kampf gegen die Lachslaus

[20.06.2017] Mecklenburg: Erstes Netzwerktreffen "Afrikanischer Wels in Kreislaufanlagen"
[20.06.2017] Bodensee: Breite Front gegen Felchen-Aquakultur

[19.06.2017] Polen: Espersen kauft Royal Greenland-Fabrik in Koszalin
[19.06.2017] Fidschi will 75 Prozent seiner Langleinenfänger zertifizieren

[16.06.2017] Evonik und DSM planen industrielle Produktion von Omega-3-Fettsäuren

[14.06.2017] Mecklenburg-Vorpommern: Publikation zum Aalmanagement

[12.06.2017] SEG 2017: Soviele Aussteller und Besucher wie nie zuvor

[08.06.2017] Fokken & Müller sowie Abrahams erneut Kulinarische Botschafter Niedersachsens

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