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News aus der Fischbranche




16.04.2018  Norwegen: Komplettes Baader-System für Lachsproduzent Williksen

Norwegen: Komplettes Baader-System für Lachsproduzent Williksen

Der norwegische Lachsproduzent Nils Williksen stattet seine neue Verarbeitung in Rørvik vollständig mit Maschinen des Lübecker Herstellers Baader aus. "Dieses Projekt ist eine von mehreren Lieferungen dieser neuen Technologie an norwegische Kunden", erklärt Kjell A. Lind-Olsen von Baader Norwegen. Das Herz ist eine Betäubungs- und Entblutungsmaschine vom Typ Baader 101, von der die Lachse zum Ausbluten und Herunterkühlen in die Spiraltanks von Baader laufen. "Wir werden auch die Abteilung, in der die Lachse ausgenommen werden, mit der neuesten Technik ausstatten", sagt Lind-Olsen, "dort wird das neue Baader 1570 Speed-Feed System automatisch die neue Baader 144, in der die Fische ausgenommen werden, beschicken. Jeder einzelne Lachs wird mit Hilfe fortschrittlicher Kameratechnik sorgfältig untersucht, um ein Maximum an Qualität zu erzielen." Die Vorteile dieser Anordnung sind eine Kapazitätsteigerung bei gleichzeitiger Reduzierung der in der Produktion benötigten Arbeitskräfte. "Für uns von Baader ist es wichtig, dass Nils Williksen uns für das gesamte Projekt beauftragt hat. Wir sehen das als Bestätigung dafür, dass Baader als System-Lieferant weit mehr ist als ein reiner Maschinenlieferant", betont Kjell A. Lind-Olsen.

Lesen Sie zu Baader auch im FischMagazin-Archiv:
12.07.2017 Baader stattet "weltbeste" Lachsfabrik aus
18.10.2016 Lerøy unterzeichnet großen Vertrag mit Baader
20.04.2016 Brüssel: Effiziente neue Baader, Räucherbeutel und ein frischer Fischereiminister




Heidbrink




13.04.2018  China: Zölle auf US-Soja verteuern Fischfutter

Chinas Ankündigung, die Zölle auf Agrarprodukte aus den USA zu erhöhen, weil die US-Administration 1.300 Produkte aus China mit Zöllen belegen will, wird von Experten als "reale Bedrohung" für die dortigen Produzenten von Futter für die Aquakultur betrachtet, schreibt IntraFish. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums wird China in diesem Jahr 95 Mio. t Sojabohnen aus den USA importieren bei einer Eigenproduktion von 14,4 Mio. t. Während das Gros dieser Mengen in der Schweine- und Geflügelzucht endet, ist der Anteil der Aquakultur seit 2005 erheblich gestiegen: konsumierte Chinas Fischzucht-Sektor 2005 geschätzte 4,5 Mio. t Sojamehl, waren es 2015 schon 9 Mio. t bei einer Futterproduktion insgesamt von 55 Mio. t. Im Jahre 2017 wurden in China in toto 53,47 Mio. t Fisch in Aquakultur produziert, ein Plus von 4% gegenüber 2016 und von 8,2% im Vergleich zu 2015. Auf Soja aus den USA, die 60% nach China exportieren, will China jetzt 25% Zoll erheben.

Anders Caroe, der die Niederlassung des dänischen Futterproduzenten Aller Aqua in Qingdao leitet, sieht diesen Zollsatz "als wirkliche Bedrohung", da Engpässe bei US-Soja zu einem Preisanstieg führen würden - selbst wenn Sojabohnen aus Südamerika die Lücke füllen könnten. Andere Inhaltsstoffe wie Weizen seien keine Alternative, weil sie nicht so effizient wie Sojamehl und -öl seien, meint Enrico Bachis, Direktor für Marktforschung bei der IFFO, dem internationalen Zusammenschluss der Fischmehl- und Fischölproduzenten: "Es wäre eine große Herausforderung, die Tierfutterrezepturen an ein geringes Sojaangebot anzupassen, ohne die Qualität des Endproduktes zu beeinträchtigen." Bachis hält es für möglich, dass andere Länder die Produktion von Sojabohnen intensivieren und dass parallel die Rohmaterialpreise und die Preise für Fischfutter, das Sojabohnmehl und -öl enthält, steigen. Andererseits könne der Einsatz von weniger Soja dazu führen, dass der Anteil von Fischmehl und -öl in der Futterzusammensetzung wieder steigt.

Lesen Sie zu Fischfutter auch im FischMagazin-Archiv:
30.10.2017 Fischmehl: Produktion in Europa sinkt um 18 Prozent
10.08.2017 Dänemark: Aller Aqua-Bilanz leidet unter Währungsschwankungen
29.06.2017 EU-Kommission setzt Zulassung für Ethoxyquin aus



Fisch-Etikettierungsgesetz 2017-18

Alle offiziellen Handelsnamen der in Deutschland zugelassenen Fisch- und Seafoodarten. Sortiert nach 1. deutschen Handelsnamen und 2. wissenschaftlicher (lat.) Bezeichnung. Was muss ausgezeichnet werden? Wer muss auszeichnen? Wie zeichnet man richtig aus?

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13.04.2018  Glückstadt: Matjesproduzent will verkaufen

Glückstadt: Matjesproduzent will verkaufen

Heiko Raumann (80), einer der beiden Produzenten von "Original Glückstädter Matjes" geht in den Ruhestand, meldet die Norddeutsche Rundschau. Der gesamte Komplex mit Produktionshalle, Restaurant und Wohnung in der Glückstädter Schmiedestraße 2 stehe voll eingerichtet zum Verkauf. Raumann führte von 1977 bis 2012 das Hotel und Restaurant "Raumanns Gasthaus" am Markt. 1993 begann er zusätzlich mit der Produktion des mildgesalzenen "Original Glückstädter Matjes", den er gemeinsam vor allem mit seiner Frau Monika produziert, unterstützt von zusätzlichen Kräften während der Saison. Raumann hatte das Handwerk der Matjesverarbeitung als erster von dem in Glückstadt legendären Helmut Sievers erlernt, später folgte der Gastronom Henning Plotz. Beide gemeinsam gründeten vor einigen Jahren eine Schutzgemeinschaft, um den Begriff zu schützen. Das Ergebnis: seit 2015 ist die Bezeichnung "Glückstädter Matjes" durch die EU als "geschützte geografische Angabe" (g.g.A.) eingetragen und damit weltweit geschützt. Ein Nachfolger könnte mit entsprechender Konzession sofort loslegen, sagt Raumann: "Wenn gewünscht, würde ich eine Zeit lang mit Rat und Tat zur Seite stehen und meine Rezepte weitergeben."

Lesen Sie zum Matjes auch im FischMagazin-Archiv:
09.03.2018 Löbnitz: Fekoma hat Betrieb eingestellt
08.06.2017 Fokken & Müller sowie Abrahams erneut Kulinarische Botschafter Niedersachsens
30.03.2017 Friesenkrone: Variationen mit "Sjö" in der Kantine der Rentenbank



12.04.2018  Wien: Der erste Aquaponik-Betrieb in Österreich

Wien: Der erste Aquaponik-Betrieb in Österreich

Das Wiener Start-up "Blün" ist das erste österreichische Aquaponik-Unternehmen, schreibt das Portal heute.at. Das charmante Kunstwort "Blün", zusammengesetzt aus Blau für das Wasser und Grün für die Pflanzen, beschreibt die Kombination aus Fischzucht und Gemüseanbau. Im Bezirk Donaustadt teilen sich die vier Land- und Forstwirte Gregor Hoffmann, Michael Berlin, Bernhard Zehetbauer und Stefan Bauer seit Anfang 2017 mit Blün-Gesellschafter Bauer dessen Gartenbauanlage in der Schafflerhofstraße 156 am östlichen Stadtrand Wiens. Inzwischen produziert Blün in seiner Aquaponik-Anlage jährlich zwölf Tonnen "Wiener Barsch" (Tilapien) und "Wiener (Raub-)Welse" sowie acht bis zehn Tonnen Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Auberginen.

Täglich werden rund zehn Prozent des benötigten Wassers als Frischwasser hinzugefügt. Dank der Verwendung des Fischwassers für die rund 400 Quadratmeter großen Gemüsegewächshäuser benötige die Pflanzenproduktion rund 70 Prozent weniger Dünger, sagt Stefan Bauer. Das Gros des Fischs und des Gemüses wird von Donnerstag bis Sonnabend ab Hof verkauft. Außerdem werden einige ausgesuchte Handelspartner wie Meinl am Graben, einige Wiener Märkte und Gastronomie-Partner beliefert, darunter so klingende Namen wie das "Heuer" am Karlsplatz. Aktuell koste das entgrätete Welsfilet 35,- Euro/kg und der ganze Barsch 24,- Euro/kg. Weil "die Geschäftsidee voll eingeschlagen" habe, planen die Jungunternehmer mehrere kleine City-Farmen in Wien.

Lesen Sie zur Aquaponik auch im FischMagazin-Archiv:
13.02.2018 Österreich: Aquaponik-Anlage im Mehrparteienhaus
19.01.2018 Kanada: Bitcoin-Schürfen beheizt Aquaponik-System
23.06.2017 Belgien: Dirk Belmans jetzt bei Barschzüchter Aqua4C



12.04.2018  Spanien: 8,3 Mio. Euro Strafe wegen illegaler Fischerei

Spaniens Fischereiministerium hat gegen die drei Fischereiunternehmen Figoríficos Florindo e Hijos, Bacamar und Pesquera Piñeiro sowie gegen acht Verantwortliche Geldstrafen in Höhe von insgesamt fast 8,3 Mio. Euro verhängt, meldet Fish Information & Services (FIS). Bestraft wurde damit die Schwarzfischerei (IUU-Fischerei) der illegalen Fangschiffe "Thunder" (IMO 6905408) und "Tchaw" (IMO 6818930), die inzwischen beide nicht mehr operativ sind: die "Thunder" sank im April 2015 vor Sao Tomé und Principe, die "Tchaw" wird seit Oktober 2010 im Hafen von Vigo festgehalten. Die Verurteilten dürfen außerdem 11 bis 12 Jahre lang nicht mehr fischen und erhalten für 12 bis 14 Jahre keine Fördergelder mehr.

Lesen Sie zur Schwarzfischerei auch im FischMagazin-Archiv:
26.10.2017 Vietnam erhält von der EU die "Gelbe Karte"
21.09.2017 Spanien: Hohe Entschädigung für beschlagnahmten illegalen Fisch
08.03.2017 IUU-Fischerei: Rechtsanwälte bemängeln Kontrolle in Deutschland



12.04.2018  Brüssel: Seafood Futures Forum erwartet mehr als 400 Teilnehmer

Der Marine Stewardship Council (MSC) erwartet zum diesjährigen Seafood Futures Forum auf der Seafood Expo Global 2018 mehr als 400 Gäste. Unter den Diskussionsteilnehmern auf dem Podium sind Ally Dingwall von Sainsburys, Annelie Selander von Nomad Foods Europe, Amanda Nickson von The Pew Charitable Trust und Tor Bjørklund Larsen von der Norwegischen Fischerei-Vereinigung. In seiner Auftaktrede wird Ally Dingwall darstellen, wie eine der führenden britischen Supermarktketten ein kommerziell rentables Seafood-Sortiment anbietet und dabei ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele und internationale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) erfüllt und Bedenkenträgern Rechnung trägt. In der anschließenden Diskussionsrunde unter dem Thema "Fit für die Zukunft? Wie der MSC Kurs halten kann" werden die Vorgenannten unter Moderation von Melanie Siggs, Direktorin für Strategisches Engagement bei der Global Aquaculture Alliance, diskutieren, wie Industrie und NGOs im Kampf gegen die Überfischung besser zusammenarbeiten können, wie die Auswirkungen auf marine Ökosysteme minimiert werden können und wie ein wissenschaftsbasiertes Management propagiert werden kann.

Lesen Sie zum Marine Stewardship Council (MSC) auch im FischMagazin-Archiv:
29.03.2018 Pazifik: Umstrittene Thunfischerei ist wieder MSC-zertifiziert
15.03.2018 Norwegen: Kaltwassergarnelen erneut MSC-zertifiziert
08.03.2018 Russland: Lachsfischerei startet MSC-Verfahren



10.04.2018  Hamburg: Edeka Minden-Hannover will Hagenah übernehmen

Hamburg: Edeka Minden-Hannover will Hagenah übernehmen

Die Edeka Minden-Hannover will den Fischgroßhandel Hagenah kaufen bzw. wesentliche Vermögensanteile des Hamburger Traditionsunternehmens übernehmen. Dafür spricht, dass seit dem 23. März 2018 ein entsprechendes Fusionskontrollverfahren beim Bundeskartellamt anhängig ist. Die Behörde hat nun zunächst einen Monat Zeit, um den Zusammenschluss zu prüfen. Erweist sich das Fusionsvorhaben als unproblematisch, gibt das Kartellamt den Zusammenschluss vor Ablauf der Monatsfrist frei. Hält die Beschlussabteilung eine weitere Prüfung für erforderlich, wird im Rahmen eines bis zu vier Monate dauernden Hauptprüfverfahrens entschieden. Hagenah, der seit Anfang 2015 dem Ahrensburger Unternehmer Christoph Kroschke gehört, befindet sich seit Herbst 2017 im Insolvenzverfahren. Allerdings wird der Geschäftsbetrieb seitdem fortgeführt.

Lesen Sie zu Fisch Hagenah auch im FischMagazin-Archiv:
13.11.2017 Hamburg: Fisch Hagenah wird trotz Insolvenz weitergeführt
19.03.2015 Hamburg: Schilder-Händler Kroschke übernimmt Karsten Hagenah
14.11.2014 Hamburgs größter Fischhändler Hagenah in vorläufiger Insolvenz




[09.04.2018] Vietnam: Pangasius-Exporte legen zu trotz schwieriger Marktsituation
[09.04.2018] Peru: 79% mehr Sardellen
[09.04.2018] Honduras: GGM steigert Produktion um 26,5 Prozent

[06.04.2018] Norwegen: Heringspreise auf Sieben-Jahres-Tief
[06.04.2018] Eurasburg: Schwabens erste Garnelenzucht
[06.04.2018] Eupen: Neues Fischgeschäft

[05.04.2018] Dresden: Konsum Schillergalerie jetzt mit Fischtheke
[05.04.2018] Ecuador fängt 31,5 % weniger Thun
[05.04.2018] USA: Genetisch modifizierter Lachs ab 2019 im Handel
[05.04.2018] Cuxhaven: Sonderausstellung zur Geschichte der Fischverarbeitung

[04.04.2018] Gastronomie: "Betrug auf dem Tisch mit falschem Fisch"
[04.04.2018] Türkei: 15.000 Tonnen Zuchtforellen aus dem Schwarzen Meer

[03.04.2018] PTC-Insolvenz bringt den Markt in Schieflage

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