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News aus der Fischbranche




Fischwirtschafts-Gipfel 2017 im Film

Über 300 internationale Teilnehmer versammelten sich am 20. und 21. Februar in Hamburg zum 4. Fischwirtschafts-Gipfel. Zwei Tage lang drehte sich auf der vom FischMagazin organisierten Veranstaltung alles rund um den Handel und die Erzeugung von Fisch und Seafood im In- und Ausland. Im Rahmen der Fachtagung wurde auch der Branchenpreis Seafood Star vergeben, der in diesem Jahr sein 10. Jubiläum feiert.










01.03.2017  Falklandinseln: Das Image des Schwarzen Seehechts ist saniert

Der Schwarze Seehecht (Dissostichus eleginoides), ehemals in hohem Maße illegal befischt, ist inzwischen zu 60% MSC-zertifiziert und erzielt in Premium-Märkten astronomische Preise. Die Indienststellung eines neuen Fangschiffs auf den Falklandinseln signalisiert die Aufbruchstimmung, die im Hinblick auf den "Chilean sea bass" bzw. "Patagonian toothfish" herrscht. Gemeinsame Anstrengungen der Nationalen Ozeanographiebehörde der USA (NOAA) und des Marine Stewardship Councils (MSC) haben bewirkt, dass die illegale Fischerei auf den Schwarzen Seehecht nahezu gestoppt werden konnte. Wurden in der Spitze im Jahre 1997 mutmaßliche 32.500 t schwarz gefischt, wurden die Fänge aus IUU-Fischerei für 2014 auf nur noch 1.500 t geschätzt. Dank neuer Fangtechniken bei der Fischerei auf den "toothfish" sind außerdem die Zahlen toter Seevögel und der Beifänge verringert worden.

Die weltweite Fangquote für den Schwarzen Seehecht lag 2016 bei 26.818 t (2015: 25.562 t), wovon fast 90%, nämlich 23.010 t von der Koalition legaler Seehecht-Fischer (COLTO) gefangen werden (2015: 23.113 t). Die MSC-zertifizierte Fangmenge lag 2016 bei 14.388 t (2015: 15.427 t). Nicht zuletzt nach Eliminierung der Schwarzfischerei sind mit dem reduzierten Angebot am Markt die Preise für den Fisch gestiegen. Im letzten Jahr zogen sie um rund 6,- USD/kg (= 5,66 Euro/kg) an und stiegen auf 31,- bis 33,- USD/kg (= 29,31 bis 31,20 Euro/kg) für den ganzen Fisch. Entsprechend kostet das Filet im europäischen Handel fast 100,- Euro/kg und ist weniger ein Artikel für den LEH als vielmehr für die Spitzengastronomie.

Lesen Sie zum Schwarzen Seehecht auch im FischMagazin-Archiv:
16.12.2013 Chile: Neue Quoten für Schwarzen Seehecht niedriger als 2013
05.09.2013 Frankreich: Fischerei auf Schwarzen Seehecht ist MSC-zertifiziert
22.03.2013 Argentinien: Fischerei auf Schwarzen Seehecht erstrebt MSC-Zertifikat



Polfish 2017




01.03.2017  Umweltministerium streicht Fisch von der Speisekarte - beim Catering

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat die Abteilungsleiter im Haus angewiesen, bei Veranstaltungen des BMUB keinen Fisch und kein Fleisch mehr zu servieren. Außerdem sollen nur Produkte aus ökologischem Landbau, "saisonale und regionale Lebensmittel mit kurzen Transportwegen" und bevorzugt "Produkte aus fairem Handel" verwendet werden, heißt es in einer Mitteilung, die die Bild-Zeitung zitierte. Wie ein Ministeriumssprecher gegenüber Spiegel-Online erklärte, gehe es bei den Veranstaltungen des Ministeriums in der Regel um Umwelt- und Klimaschutz. Da wolle man auch bei der Bewirtung "glaubwürdig und vorbildhaft" sein. Die Kantine für die rund 1.200 Bediensteten des BMUB serviert hingegen weiterhin Schweinebraten und Fischfilet. Die Begründung des Umweltministeriums: "Wir schreiben niemandem vor, was er oder sie essen soll." Kritik weniger am inkonsequenten Vorgehen des BMUB, sondern am "Veggie-Day durch die Hintertür" äußerte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU): "Statt auf Bevormundung und Ideologie setze ich bei Ernährung auf Vielfalt und Wahlfreiheit." Fleisch und Fisch gehörten auch zu einer ausgewogenen Ernährung.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
27.09.2012 Klimaschutzwochen bei der SV Group: Nur Vegetarisches oder Fisch



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01.03.2017  Polen: Morpol erhält als erster im Land BAP-Zertifizierung

Die weltgrößte Lachsräucherei, die Marine Harvest-Tochter Morpol, hat als erster Produzent in Polen eine Best Aquaculture Practice (BAP)-Zertifizierung erhalten, teilte die Global Aquaculture Alliance (GAA) Ende Februar mit. Die 95.000 Quadratmeter-Fabrik in Ustka verarbeitet im Jahr mit 3.700 Beschäftigten über 90.600 t Lachsrohware - bei einer noch größeren Kapazität. Weltweit trugen Ende Januar 1.599 Betriebe eine BAP-Zertifizierung, darunter 365 Verarbeitungsbetriebe.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
17.02.2017 China: Erstmals BAP-Zertifikat für Flusskrebse
20.10.2016 Polen: Morpol plant Herstellung von Sushi und Fisch-Suppen
03.07.2015 Polen: Morpol steigert Effizienz und Hygiene nach Kaizen-Konzept



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01.03.2017  Thailand: CP Foods meldet 33 Prozent höhere Gewinne

Der thailändische Seafood-Konzern Charoen Pokphand Foods (CPF) schloss das Jahr 2016 mit einem Umsatz von 12,6 Mrd. Euro ab, einem Plus von 10% gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn lag mit 398,4 Mio. Euro sogar 33% höher, schreibt IntraFish. CPF erwirtschaftet 68% seines Umsatzes in Übersee und im Export, die verbleibenden 32% in Thailand. Ein Teil des letztjährigen Erfolgs ist auf die Erholung der Shrimp-Industrie zurückzuführen, nachdem Thailand längere Zeit unter der Garnelenseuche EMS gelitten hatte. Außerdem haben neue CPF-Tochtergesellschaften in Russland und Kambodscha sowie ein effektives Kostenmanagement das Betriebsergebnis positiv beeinflusst, teilte CPF mit.

Lesen Sie zu CPF auch im FischMagazin-Archiv:
11.11.2014 Thailand: CPF schreibt Verluste im Shrimp-Bereich



28.02.2017  Italien: Lachsräucherei Fjord steht zum Verkauf

Eine der größten italienischen Lachsräuchereien, Fjord, ist überschuldet und steht zum Verkauf, melden die Undercurrent News. Zu den Bietern sollen die norwegische Lerøy Seafood Group, der italienische Lachsproduzent La Riunione und Morpol-Gründer Jerzy "Jerry" Malek gehören. Am 6. April entscheide ein Gericht, ob Fjord an einen der Bieter veräußert werde. Der Premium-Räucherer habe geschätzte Schulden von 20 Mio. Euro. Gründe für die Verschuldung seien das Problem, Lieferanten sofort bezahlen zu müssen, selber jedoch erst nach 60 Tage bezahlt zu werden, außerdem die gestiegenen Lachspreise und der harte Wettbewerb unter den Lieferanten für den italienischen Markt.

Lesen Sie zum Räucherlachsmarkt auch im FischMagazin-Archiv:
28.11.2016 Dänemark: Vega Salmon verlegt Hauptsitz nach Kolding
20.10.2016 Polen: Morpol plant Herstellung von Sushi und Fisch-Suppen
11.07.2016 Listerien: Lachsräucherei Von SER startet Rückruf



28.02.2017  Internationales Symposium zur Shrimp-Zucht: EuroShrimp 2017

Internationales Symposium zur Shrimp-Zucht: EuroShrimp 2017

Im Bremer "Schnoor eleven" findet am 4. und 5. April 2017 das erste Symposium zur europäischen Shrimp-Zucht statt. "Es ist die einzige Fachtagung ihrer Art, welche Züchter, Anlagenbauer, Futtermittelhersteller, Verkäufer sowie Großhändler an einen Tisch bringt", heißt es in einer Mitteilung des Veranstalters, des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, über die Konferenz "EuroShrimp 2017". Das Programm für die zweitägige Konferenz sieht ein Dutzend Vorträge von Referenten aus sieben Ländern vor.

Stacy Ciulik (Schweiz) wird die Pilotanlage Aemme Shrimp Farm vorstellen und Dr. Bert Wecker (Deutschland) von Förde Garnelen spricht über das Management von RAS-Anlagen für Shrimps. Dr. Craig Browdy (Zeigler Bros/USA) hält einen Vortrag über optimiertes Shrimp-Futter und Mr. Eric De Muylder (CreveTec BVBA/Belgien) erläutert die Biofloc-Technologie. Gerrit Quantz (Futurefish Aquaculture/Deutschland) spricht über Kreislaufanlagen für Shrimps, während Jacques Trichereau (IDEE Aquaculture) verschiedene Farmmethoden aus aller Welt vorstellt. Die Produktion von Biogarnelen auf Madagaskar ist Thema von Eric Bernard (Reynaud & OSO/Frankreich) und einen Vergleich der Zucht von Penaeus vannamei und Penaeus semisulcatus zieht Dr. Metin Kumlu (Universität von Cukurova/Türkei). Um Zertifizierungen drehen sich die Beiträge von Koji Yamamoto (ASC/Niederlande) und Dr. Stefan Bergleiter (Naturland/Deutschland). Ein Besuch des AWI-Zentrums für Aquakultur, eine Bootstour in Bremerhaven und ein gemeinsames Dinner in Bremen runden die Konferenz ab. Eine offene Diskusionsrunde unter Leitung von Bérenger Colsoul und Gregor Jähne (AWI) schließt das Symposium. Anmeldungen sind möglich bis zum 25. März 2017 unter Email: info@euroshrimp.eu

Lesen Sie zur Shrimp-Zucht in Europa auch im FischMagazin-Archiv:
22.11.2016 Lettland: Shrimp-Kreislaufanlage für bis zu 100 Tonnen
26.10.2016 Mecklenburg: Garnelenfarm Fluxx2 meldet Insolvenz an
15.04.2016 Crusta Nova: RAS-Shrimps jetzt in allen FrischeParadiesen




[27.02.2017] Vietnam: Shrimp-Industrie verfehlt ehrgeiziges Exportziel

[23.02.2017] Dänemark: Mehrheitsanteile von Amanda Seafoods verkauft

[22.02.2017] Island: Streik nach zehn Wochen beendet

[20.02.2017] Friesenkrone lädt zur 13. Matjesmeisterschaft ein - "Matjes rockt!"

[17.02.2017] Dänemark: Gesetzesänderung soll neue Fischfarmen ermöglichen
[17.02.2017] China: Erstmals BAP-Zertifikat für Flusskrebse

[16.02.2017] Island: Anlanderückgang um 90 Prozent durch Fischerstreik
[16.02.2017] Forschung zu Fischfutter: Rotalgen statt Fischmehl
[16.02.2017] Hamburg: Bis zu 80 Prozent weniger Stint als im Vorjahr

[15.02.2017] Hamburg: Das "Laschori" schließt in Blankenese
[15.02.2017] Bremerhaven spürt Auswirkungen des Fischerstreiks auf Island

[14.02.2017] Dänemark: Vilsund Blue kauft Muschelfirma Seafood Rømø
[14.02.2017] Chile wird 2017 bis zu 20 Prozent mehr Lachs produzieren

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