02.12.2011

Marine Harvest will Tötung von Robben verringern

Die Marine Harvest Group, weltweit größter Lachszüchter, investiert in neue Netzkäfige, um seine Fische vor Angriffen durch Robben zu schützen. Damit soll nicht zuletzt vermieden werden, räuberische Seehunde zu erschießen, schreibt das Portal IntraFish. Das Töten von Robben, die Lachsgehege beschädigen und damit auch Escapes von Fischen ermöglichen, ist in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Alleine an schottischen Lachsfarmen wurden im Jahre 2008 insgesamt 489 Robben erlegt. Deshalb hatte sich schon im September 2010 ein Forum gegründet, das das Problem angehen will. Dabei arbeitet Züchter Marine Harvest zusammen mit Umweltschutzgruppen wie der Seal Protection Action Group und der größten britischen Supermarktkette Sainsbury’s. Ziel ist es Wege zu finden, die Robben von den Farmen fernzuhalten, ohne sie zu töten. Das sei bislang immer schwierig gewesen, gibt Alan Sutherland, Direktor von Marine Harvest Scotland, zu.

Führende Experten sollen die ganze Bandbreite möglicher Maßnahmen untersuchen, wie Lärm, bestimmte Geräusche, Gerüche oder Bewegungen, die die Tiere abschrecken, oder speziell verstärkte Netze. Auf letztgenannte Lösung setzt jetzt Marine Harvest Canada. Dort seien alleine im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 216 Robben abgeschossen worden, doppelt so viele wie 2010 und sogar viermal so viele Tiere wie 2009, schreibt IntraFish. Deshalb investiert der Züchter jetzt 250.000 USD (180.500,- Euro) je Farm, um gefährdete Standorte mit stabilen Netzen zu umgeben. Das Gewebe besteht aus besonders dichtem Polyethylen mit einem rostfreien Stahlkern. Die Netze sollen zu Beginn der Wintersaison ausgelegt werden, wenn Robben und Seelöwen in die Gegend einwandern.
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