12.12.2016

Neuseeland: Granatbarsch erstmals als nachhaltig zertifiziert

Drei neuseeländische Fischereien auf den Granatbarsch (engl. Orange roughy, lat. Hoplostethus atlanticus) sind vom Marine Stewardship Council (MSC) als nachhaltig und gut gemanaged zertifiziert worden. Damit dürften jetzt rund 60% der dortigen Granatbarsch-Fänge das blauweiße Logo des MSC tragen. Das Bewertungsverfahren durch die unabhängige Zertifizierungsorganisation MRAG Americas hatte fast zweieinhalb Jahre gedauert. Zuvor hatte Neuseelands Fischindustrie in Partnerschaft mit dem Ministerium für Primärindustrien viel in den Wiederaufbau der Granatbarsch-Bestände investiert. Strenge Fangmengenregulierungen bis hin zu einem temporären Fangverzicht sowie eine wissenschaftsbasierte Bewirtschaftungsstrategie haben dazu geführt, dass zwei der drei befischten Granatbarschbestände heute wieder eine gesunde Bestandsgröße haben und der dritte Bestand in seinem Aufbau unterstützt wird. "Um der extremen Langlebigkeit und niedrigen Reproduktionsrate des Granatbarsches Rechnung zu tragen, entnehmen wir dem Bestand jährlich maximal fünf von 100 erwachsenen Tieren", teilte George Clement mit, Vorsitzender der Deepwater Group, einer Non-Profit-Organisation der neuseeländischen Tiefseefischerei. Der in Deutschland weitgehend unbekannte Granatbarsch ist ein beliebter Speisefisch in Ländern wie den USA, China oder Australien.

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10.06.2014   Neuseeland: Drei Fischereien auf Granatbarsch starten MSC-Verfahren
12.08.2009   Neuseeland: Greenpeace blockiert Orange roughy-Fangschiff
28.07.2008   USA: Ahold stoppt Verkauf von Hai, Granatbarsch und Schwarzem Seehecht
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