17.10.2008

Preiskampf: Krabbenfischer bleiben an Wochenenden im Hafen

Die Mehrzahl der deutschen und niederländischen Krabbenfischer wird vorläufig an Wochenenden nicht mehr zum Fang hinausfahren, meldet die Emder Zeitung. Durch die dann etwa 20 bis 25 Prozent geringeren Krabbenanlandungen sollen die Preise stabilisiert werden. Momentan erhalten die Fischer je nach Größe etwa 1,60 bis 2,10 Euro pro Kilo. „Davon kann kein Betrieb existieren“, sagt Dirk Sander, Präsident des Fischereiverbandes Weser-Ems. Er und seine Kollegen fordern einen Preis von 3,00 bis 3,50 Euro je Kilo. Philipp Oberdörffer, Fachreferent Küstenfischerei bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erklärt, dass pro Kilogramm Krabben durchschnittlich drei Liter Kraftstoff benötigt werden. Bei Dieselpreisen zwischen 65 und 73 Cent pro Liter bleibe kein Geld mehr für Schiffsbesatzung, Versicherung, Steuern und das Leben der Familie. An der unbefristeten Aktion beteiligen sich vier Erzeugergemeinschaften, und zwar aus Schleswig-Holstein, die EG Weser-Ems sowie eine Organisation aus den Niederlanden. In Deutschland seien rund 90 Prozent der Fischer in Erzeugergemeinschaften organisiert, in den Niederlanden soll der Organisationsgrad geringer sein.
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