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Fischmagazin 09-2020 lesen




FischMagazin








25.09.2020  Island: Polen größter Importeur von Island-Lachs

Island: Polen größter Importeur von Island-Lachs

Polen hat sich im laufenden Jahr zum größten Importeur von Zuchtlachs aus Island aufgeschwungen, melden die Undercurrent News unter Berufung auf eine Marktanalyse des Sea Data Centers. Die USA, die zu Beginn der isländischen Lachszucht 2015 noch 72% des von dort exportierten Farmlachses kauften, importierten 2019 nur noch 8%. Die Exporte nach Polen hingegen beliefen sich bis Ende Juli 2020 auf bereits 2.900 t und hatten damit fast die Gesamtmenge 2019 von 3.200 t erreicht. 2019 waren die Exporte nach Polen um 1.500% gestiegen. Insgesamt lagen Islands Lachsexporte von Januar bis Juli 2020 bei fast 15.000 t, ein Anstieg um 16% gegenüber dem Vorjahr, und hatten den Gesamtexport von 2018 übertroffen.

Lesen Sie zum isländischen Lachs auch im FischMagazin-Archiv:
17.07.2020 Island: Lachsproduzenten starten eigene Einzelhandelsmarke
10.07.2020 Island: Arctic Fish plant Produktion von 30.000 Tonnen
26.05.2020 Island: Neue Aktien der Ice Fish Farm umgehend überzeichnet



24.09.2020  München: Dezentrale Produktion von Insektenlarven als Fischfutter

München: Dezentrale Produktion von Insektenlarven als Fischfutter

Das Start-up FarmInsect hat eine Technologie entwickelt, mit der Fischzuchtbetriebe eigene Futterinsekten produzieren können. "Unser dezentrales Verfahren zur Insektenproduktion bietet die Möglichkeit, dass die Larven lebend verfüttert werden können, weil keine langen Transportwege anfallen", erläutert der Agrarwissenschaftler, Co-Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Westermeier. Ebenso wie seine Mitgründer Thomas Kühn und Andre Klöckner ist er Absolvent der Technischen Universität München (TUM). In wenigen Wochen will FarmInsect eine Pilotanlage in einem der größten Fischzucht-Betriebe in Bayern in Betrieb nehmen.

Die drei haben ein Prinzip der Kreislaufwirtschaft entwickelt, nach dem Reststoffe, die in der Region anfallen, wie Ernte- oder Schälreste eines landwirtschaftlichen Betriebes oder Reststoffe der regionalen Lebensmittelindustrie, etwa Biertreber oder Altbrot, genutzt werden können, um Larven der Schwarzen Soldatenfliege zu füttern und zu mästen. FarmInsect liefert Anlagen zur Insektenzucht, die modular in die Infrastruktur jedes Tierzucht-Betriebs integriert werden können. "Das Schwierigste ist es, aus Eiern Junglarven zu machen," meint Geschäftsführer und Co-Gründer Thomas Kühn. In einer Woche Mast wachsen die Junglarven in einer Klimakammer zu 1,5 Zentimeter großen Larven heran und erhöhen ihr Gewicht um den Faktor 1.000. Die Betreibenden müssen zur Herstellung ihres Insekten-Futtermittels nur einen Mischtopf mit Biomasse füllen und die Klimakammer mit jungen Larven be- und mit ausgewachsenen Larven entladen. FarmInsect wird seit April 2020 vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium und der Europäischen Union gefördert.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
23.09.2020 Österreich: 4.000 Tonnen Fliegenlarven für Fisch- und Nutztierfutter
30.10.2018 Norwegen: Skretting produziert erstmals Lachsfutter mit Insektenmehl
09.02.2016 Forschungsprojekt: Maden als Fischfutter



24.09.2020  Völklingen: Fischzucht weiterhin in den roten Zahlen

Fünf Jahre nach ihrer Privatisierung schreibt die Völklinger Fischzucht weiterhin rote Zahlen, meldet der Saarländische Rundfunk (SR). Ein Blick in den Geschäftsbericht des Betreibers, der Fresh Völklingen GmbH, für das Geschäftsjahr 2018/2019 bestätigt nicht gedeckte Fehlbeträge in Höhe von 9,3 Mio. Euro. Dennoch will Fresh die Fischproduktion innerhalb der kommenden zwei Jahre mehr als verdoppeln und 2022 dann 450 Tonnen produzieren, kündigt Fresh-Repräsentant Dr. Andreas Mäck an. Mäck hatte 2015 das Aquakulturtechnik-Unternehmen Senect mitgegründet. Mit Dorade, Wolfsbarsch und Gelbschwanzmakrele alias Kingfish habe die Zucht nun die richtigen Fische gefunden. Für den Kingfish gebe es eine Marktlücke und eine hohe Nachfrage.

Fresh beliefere derzeit Handel und Gastronomie, außerdem gebe es einmal die Woche einen Werksverkauf. In dem kurz vor Weihnachten 2019 erstellten Geschäftsbericht warnen die Geschäftsführer Roger Hermann und René Schneider allerdings: "Sollte jedoch die deutliche Ausweitung der Zuchtbestände und damit der signifikante Anstieg der Umsatzerlöse nicht realisierbar sein und/oder die benötigten Finanzmittel durch die Fresh Corporation AG und deren Gesellschafter und Investoren nicht bereitgestellt werden und kann die Unternehmensfortführung nicht gesichert werden, so ist der Fortbestand der Fresh Völklingen GmbH durch drohende Illiquidität gefährdet."

Lesen Sie zu Völklingen auch im FischMagazin-Archiv:
31.08.2018 Völklingen: "500 Tonnen in den nächsten zwölf Monaten"
27.10.2017 Völklingen: Schadensersatz-Klage läuft nach Dahms Tod weiter
04.06.2016 Völklingen: Kingfish wird zum Hauptprodukt



24.09.2020  Färöer Inseln: Bakkafrost will bis 2026 über 150.000 t produzieren

Bakkafrost, Lachszüchter mit Hauptsitz auf den Färöer Inseln, ist optimistisch, seine Produktionsmenge bis zum Jahr 2026 auf 150.000 t zu steigern. Das teilte Bakkafrost-CFO Høgni Dahl Jakobsen vor zwei Tagen in einem Webinar der SpareBank 1 Markets mit, melden die Undercurrent News. Für das laufende Jahr rechne Bakkafrost mit einer Produktionsmenge von 50.000 t auf den Färöern und 39.000 t in Schottland, wo der Züchter Ende 2019 die Scottish Salmon Company übernommen hatte. Im kommenden Jahr solle die Schwelle von 100.000 t Lachs überschritten werden mit dann 62.500 t von den Färöern und 44.000 t aus Schottland. 2026 schließlich sollen 100.000 t von den Färöern und 50.000 t aus Schottland kommen.

Die optimistischen Prognosen gründen auf der neuen Strategie, die Meeresgehege mit großen Smolts von 500g zu besetzen. "Wir sehen eine direkte Korrelation zwischen dem gestiegenen Durchschnittsgewicht der Smolts, die wir einsetzen, und einer in den ersten 90 Tagen gesunkenen Sterblichkeit", teilte Jakobsen mit. Dank der großen Smolts und der damit verbundenen verringerten Abwuchszeit in den färingischen Fjorden könne die Farmfläche dort besser ausgenutzt werden. In einem nächsten Schritt will Bakkafrost die Lachse nur bis zu einer Größe von etwa 2,5 kg in den Fjorden belassen, um sie anschließend in Offshore-Farmen bis zum Marktgewicht wachsen zu lassen. Vor der Ostküste der Inseln habe man bereits Flächen identifiziert, die zwar auf dem offenen Meer lägen, aber keine zu starken Strömungen aufwiesen. Das Offshore-Farming biete "ein erhebliches weiteres Wachstumspotential", ist sich Jakobsen sicher, doch "bis dahin haben wir noch ein ganzes Stück Weg vor uns."

Lesen Sie zu Bakkafrost auch im FischMagazin-Archiv:
15.09.2020 Färöer Inseln: Bakkafrost will 100 % ASC bis Ende 2020
20.05.2020 Schottland: Bakkafrost investiert 188 Mio. Euro
16.12.2019 Schottland: Neuer CEO für Scottish Salmon Company (SSC)








23.09.2020  Österreich: 4.000 Tonnen Fliegenlarven für Fisch- und Nutztierfutter

Österreich: 4.000 Tonnen Fliegenlarven für Fisch- und Nutztierfutter

Die österreichische Vivatis-Gruppe beteiligt sich mit 45 Prozent an dem Start-up Ecofly im oberösterreichischen Antiesenhofen (Bezirk Ried im Innkreis), teilt die in Linz ansässige Holding (2.700 Mitarbeiter, 840 Mio. Euro Umsatz) mit. Die beiden Ecofly-Gründer Michael Forster und Simon Weinberger produzieren derzeit in einer Pilotanlage aus Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens) wöchentlich mehrere hundert Kilo Rohstoff, der als nachhaltiges Fisch- und Nutztierfutter verwendet werden kann. Die Larve ist in sieben bis zehn Tagen ausgewachsen. Mit einem Proteingehalt von etwa 44 % in der Trockenmasse gilt die Schwarze Soldatenfliege als "Superinsekt". Im Sinne des Kreislaufwirtschafts-Gedankens können die Larven gänzlich mit Nebenprodukten aus der Lebensmittel- und Agrar-Produktion ernährt werden.

Vivatis will jetzt rund 5 Mio. Euro in Zucht- und Mastanlagen investieren, um schrittweise bis zu 4.000 Tonnen Larvenfrischmasse zu produzieren. Die 100%ige Vivatis-Tochter TKV Oberösterreich in Regau soll die Larven zu hochwertigem Proteinmehl weiterverarbeiten. "Unser erklärtes Ziel ist es, mit dem Aufbau des Geschäftsfeldes Insektenproteine zu einem führenden Partner der Aquakultur- und Petfood-Industrie zu werden - in Europa und darüber hinaus", kündigt der Vivatis-Vorstandsvorsitzende Gerald Hackl an. Derzeit sammeln und verarbeiten die rund 100 TKV-Mitarbeiter jährlich etwa 130.000 t Rohware.

Lesen Sie zur Schwarzen Soldatenfliege auch im FischMagazin-Archiv:
30.10.2018 Norwegen: Skretting produziert erstmals Lachsfutter mit Insektenmehl
29.11.2016 Südafrika: Futtermaden-Hersteller erhält 16,5 Mio. Euro Kapitalspritze
09.02.2016 Forschungsprojekt: Maden als Fischfutter



23.09.2020  Schweiz: Poké Bowls punkten mit Optik bei jüngerer Kundschaft

Schweiz: Poké Bowls punkten mit Optik bei jüngerer Kundschaft

Auch in der Schweiz eröffnen Gastro-Ketten, die Poké Bowls anbieten, einen Standort nach dem anderen, meldet die Luzerner Zeitung. Die Kette "Kaisin" startete 2017 mit einem Standort und ist mittlerweile viermal in Zürich und Basel präsent. Im gleichen Jahr öffnete in Zürich die erste Filiale von "Ona Poké". Den inzwischen zwei Standorten sollen mittelfristig acht weitere folgen, kündigt Gründer und Verwaltungsratspräsident Flavian Hächler an. Im Verwaltungsrat sitzt auch Harold Hunziker, der frühere Chef von McDonalds Schweiz und Bruder der Moderatorin und Schauspielerin Michelle Hunziker. Im Herbst will "Ona Poké" in der Züricher Bahnhofstraße eine dritte Filiale in Betrieb nehmen, im Frühjahr 2021 soll eine in Genf folgen.

Auch eine Expansion ins Ausland sei denkbar, sagt Hächler: "Fürs Erste konzentrieren wir uns aber auf die Schweiz." Poké ist beliebt, weil es zwei Trends aufgreift: das Bedürfnis nach gesundem, leichtem Essen und den Wunsch nach Gerichten, deren Fotos sich gut in sozialen Medien wie Instagram vermarkten lassen. Gerade die jüngere Kundschaft schätze eine Verpflegung, mit deren Fotos sie viele Likes erzielen. Nach erheblichen Umsatzverlusten in der Coronakrise soll "Ona Poké" inzwischen wieder Umsätze wie vor der Krise erwirtschaften - nicht zuletzt, weil man mit Lieferdiensten wie Uber Eats, eat.ch und smood zusammenarbeite.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
25.03.2020 München: "Die fünf besten Anlaufstellen für Poké Bowls"
02.11.2018 Poké Bowl: "Entsprechende Restaurants sind gefühlt überall"
21.07.2018 Trend: Zahlreiche Lokale für Poké Bowls



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[18.09.2020] Schweiz: Migros liefert erstmals aus Aquakultur Birfelden
[18.09.2020] Norwegen: Regierung prozessiert weiter gegen "Lachs-Schlachtschiff"

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[15.09.2020] Hamburg: Blankeneser Fischhuus präsentiert Kochbuch
[15.09.2020] Neugersdorf: Aus für Edelfisch nach 50 Jahren
[15.09.2020] Färöer Inseln: Bakkafrost will 100 % ASC bis Ende 2020
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[14.09.2020] Berlin: Ausstellung zu historischen Heringsdosen
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