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FischMagazin 6-2020 online lesen




FischMagazin 06/2020








07.07.2020  Dänemark: Royal Norden Seafood sattelt TK-Fisch auf

Der dänische Frischfisch-Verarbeiter Royal Norden Seafood (Thyborøn) will seine Produktion auf gefrorene Fischfilets ausweiten, meldet das Fisker Forum aus Dänemark. Durch die Ausweitung der Verarbeitung auf TK-Ware strebe der Betrieb eine gleichmäßigere und stabilere Produktion an. War Royal Norden Seafood bislang auf die Verarbeitung von frisch gefangenem Fisch fokussiert, soll jetzt auch TK-Rohware weltweit eingekauft werden. "Wir werden nicht mehr so stark von den Fischpreisen bei der Auktion hier in Thyborøn abhängig sein", begründet Direktor Carsten Mose Jeppsen die Ausweitung gegenüber dem Portal food-supply.dk. Bislang verarbeitet Royal Norden Seafood täglich 5 bis 10 Tonnen insbesondere Schollen, aber auch Kabeljau, Seelachs, Seehecht und Seeteufel. Im Jahr dürften das 1.100 bis 2.200 Tonnen sein. Dafür werden 5 bis 10 Mitarbeiter beschäftigt. Royal Norden Seafood gehört zu etwa vier gleichen Teilen Thyborøn Invest sowie den im holländischen Hafen Urk ansässigen Firmen Neerlandia Urk, der A.Z. Dekens Holding und Romkes Seafood.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
03.07.2020 Dänemark: Landgestützte Salmonidenzucht für Skagen
28.05.2020 Dänemark: Venmark Fisk investiert in neue Räucherei
26.05.2020 Dänemark: Espersen produziert wieder ab 9. Juni



Seafood Fair 2020





07.07.2020  AWI-Studie: Klimawandel bedroht Fischembryonen und laichbereite Fische

Fisch-Embryonen und laichbereite Fische können sich nur schwer an steigende Wassertemperaturen anpassen. Sollte sich die Erde weiter erwärmen, seien bis zu 60 % der Bestände gefährdet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), über die das Wochenmagazin Der Spiegel berichtet. Das AWI-Team um den Meeresbiologen Dr. Flemming Dahlke und den Ökologen und Klimaforscher Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner hat Daten über die Wärmetoleranz von insgesamt fast 700 Fischarten aus verschiedenen Klimazonen analysiert. In ihrer Metaanalyse untersuchten die Wissenschaftler, in welchen der vier Lebensphasen Meeres- und Süßwasserfische besonders sensibel für höhere Temperaturen sind: Embryo, Larve, ausgewachsener Fisch und paarungsbereiter Fisch. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Fische als Embryonen im Ei sowie als laichbereite Erwachsene deutlich wärmeempfindlicher sind als im Entwicklungsstadium der Larve oder als geschlechtsreifer Fisch außerhalb der Paarungszeit", sagt Dahlke.

Erwachsene Fische und Larven könnten sich erstaunlich gut an abweichende Temperaturen anpassen. Bei höheren Temperaturen steigt der Energieverbrauch des Organismus und damit der Sauerstoffbedarf. Außerhalb der Paarungszeit können Fische in bis zu zehn Grad Celsius wärmerem Wasser überleben als laichbereite Fische und Fischeier. Denn Fischembryonen besitzen noch keine Kiemen und können so nicht mehr Sauerstoff aufnehmen. Die paarungsbereiten Fische wiederum sind einer besonderen Belastung ausgesetzt, weil sie Ei- und Spermienzellen ausbilden müssen. Diesem Dilemma zu entgehen, haben Fische vor allem die Möglichkeit des Abwanderns. Das ist vor allem für Bewohner von Flüssen und Seen schwierig. Aber auch für Meeresfische sei das Abwandern in kühlere Regionen nicht unproblematisch, weil der Vermehrungszyklus fein abgestimmt ist: vom passenden Substrat zur Eiablage über Strömungen, die den Nachwuchs in seine Kinderstuben transportieren, bis zu ausreichender Verfügbarkeit von Plankton. "Gelingt es der Menschheit, die Klimaerwärmung bis zum Jahr 2100 auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, werden bis dahin nur etwa 10 % der von uns untersuchten Fischarten ihre angestammten Laichgebiete aufgrund zu warmen Wassers verlassen müssen," sagt Hans-Otto Pörtner. Bei einer durchschnittlichen Erwärmung ab fünf Grad Celsius wären bis zu 60 % der berücksichtigten Fischarten gefährdet.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
27.08.2019 Alaska: Rekordhohe Wassertemperaturen lassen Wildlachse sterben
24.05.2019 Bremerhaven: AWI zieht ins ehemalige Nordseegebäude
03.01.2019 Nordsee: Immer mehr Roter Thun in britischen Gewässern



TrendPack




06.07.2020  Dänemark: Hafen Hanstholm meldet Rekordergebnis

Dänemark: Hafen Hanstholm meldet Rekordergebnis

Dänemarks größter Hafen für Konsumfische, meldet für das Jahr 2019 einen Umsatz von 1,1 Mrd. DKK (= 148 Mio. Euro) und damit einen Rekordumsatz, heißt es auf dem Portal von Limfjordupdate. "2019 war ein weiteres gutes Jahr für den Hafen von Hanstholm. Tatsächlich liegt das Ergebnis über den Erwartungen", sagte Martin Vestergaard, Vorstandsvorsitzender im Hafen von Hanstholm, anlässlich der ersten "physischen" Verwaltungsratssitzung im Juni 2020. Der Bruttogewinn von 26,2 Mio. DKK (= 3,5 Mio. Euro) habe um 2,7 % höher gelegen als die 25,5 Mio. DKK Gewinn (= 3,4 Mio. Euro) im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 7,9 Mio. DKK (2018: 6,2 Mio. DKK) 28 % höher als 2018.

Insgesamt ist die Menge der im Hafen angelandeten Konsum- und Industriefische zurückgegangen, doch die Kilopreise bei Konsumfisch seien so stark gestiegen, dass ein Umsatzrekord gelungen sei. So ging die bewegte Menge Konsumfisch von 38.679 t im Jahre 2018 auf 33.577 t im Jahre 2019 zurück. Der durchschnittliche Kilopreis für Konsumfisch stieg von 17,71 DKK (2018) auf 19,78 DKK (2019) - das heißt von 2,38 Euro (2018) auf 2,65 Euro (2019). Hanstholm zeichne sich seit Jahren durch die höchsten durchschnittlichen Auktionspreise in der örtlichen Fischauktion aus. Daher ziehe der Hafen zunehmend Fischereifahrzeuge aus Dänemark und den Nachbarländern an. Eine neue Tendenz, sagt Vestergaard, sei, dass norwegische und dänische Fischer ihre Fänge per Lkw aus norwegischen Häfen nach Hanstholm transportierten, um dort einen möglichst guten Preis zu erzielen.


Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
26.07.2019 Dänemark: Sashimi Royal will 2020 die Gewinnzone erreichen
27.12.2018 Dänemark: Farm für Gelbschwanzmakrele erhält ASC-Zertifikat



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06.07.2020  Niedersachsen: Zu wenig Konsummuscheln, schlechte Preise

Niedersachsens Muschelfischer müssen ihr Muschelfest 2020 aufgrund der Corona-Beschränkungen absagen. "Zudem ist uns auch nicht wirklich zum Feiern zumute", teilt Manuela Melle, Geschäftsführerin der Niedersächsischen Muschelfischer GbR, mit, denn: es gebe zu wenige Konsummuscheln und die Preise seien schlecht. Seit mehreren Wochen liegen die Kutter still, der Absatzmarkt in den Niederlanden ist zusammengebrochen. Traditionell werden die hochwertigen niedersächsischen Muscheln als Frischware überwiegend in Restaurants und Fischmärkten abgesetzt. Melle: "Diese sind bzw. waren bislang in den Hauptabsatzmärkten Belgien, Frankreich und Spanien geschlossen. Wann sich der Markt erholen wird, ist nicht absehbar."

Auch unabhängig von der Corona-Krise sei die wirtschaftliche Situation der niedersächsischen Muschelfischer seit mehreren Jahren schwierig. Die Kulturflächen der Fischer werden durch andere Nutzungen - wie Baggergutverklappungen, Hafenbauten und Kabelverlegungen - in Mitleidenschaft gezogen. Schwebstoffe aufgrund dieser Aktivitäten sorgen dafür, dass die Muscheln auf den Kulturen sehr viel Energie aufwenden müssen, um sich aus dem Schlick herauszukämpfen. "Die Kulturbedingungen in Schleswig-Holstein und den Niederlanden sind deutlich besser, was den wirtschaftlichen Druck auf unsere Betriebe weiter erhöht," erklärt Manuela Melle.

Lesen Sie zur Muschelwirtschaft auch im FischMagazin-Archiv:
22.06.2020 Niederlande: Muschelproduzenten Roem van Yerseke und Prins fusionieren
04.05.2020 Niederlande: Aquamossel fusioniert mit Triton
30.01.2019 Niedersachsen: Miesmuschelfischerei erhält erneut MSC-Zertifikat








06.07.2020  Norwegen: Neue Methode gegen Lachsläuse

Wissenschaftler des Norwegischen Instituts für Wasserforschung (NIVA) haben jüngst ein norwegisch-chilenisches Patent auf ein neues medizinisches Dosiersystem erhalten, das die Form der Bekämpfung von Seeläusen auf Lachs und anderen Meerestieren verändern könnte, meldet IntraFish. Bislang werden den Fischen Medikamente über das Futter oder über Tauchbäder verabreicht. Die NIVA-Forscher glauben jedoch, dass es möglich ist, im Zuchtgehege über eine längere Zeit eine therapeutische Dosis aufrechtzuerhalten, und zwar in einer Menge, die so gering ist, dass sie Ökosystem und Umwelt nicht beeinträchtigt. Bisherige pharmazeutische Produkte können negative Auswirkungen auf das Ökosystem und andere Arten wie Garnelen und Hummer haben. Die Wissenschaftler suchen jetzt nach Industriepartnern, die die neue Technik, genannt "Fishtreat" in wirtschaftlichem Maßstab umsetzen können.

Lesen Sie zur Lachslaus-Problematik auch im FischMagazin-Archiv:
27.02.2020 Norwegen: Mehr als 50 Mio. Lachse starben 2019 durch Algen und Läuse
11.07.2019 Norwegen halbiert Höchstgrenze für Lachsläuse in Bio-Zuchten
07.11.2018 Chile: Konferenz zur Lachslaus-Problematik



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FleischMagazin 06/2020
TK_Report 07/2020





03.07.2020  Dänemark: Landgestützte Salmonidenzucht für Skagen

In Skagen, der nördlichsten Stadt Dänemarks, beginnt diesen Herbst der Bau einer weiteren landgestützten Salmoniden-Zucht, melden die Undercurrent News. Hinter dem Projekt, das auf 3.300 t Kapazität angelegt ist, stecken die Betreiber zweier weiterer landbased farms in Jütland: Danish Salmon (Lachs) und Sashimi Royal (Gelbschwanzmakrele). Als eine der größten Fischereinationen Europas besitze Dänemark eine hochgradig spezialisierte und effiziente Frischfisch-Logistik, deshalb sei das Land ein geeigneter Produktionsstandort, sagt Jens Petri, CEO und Mitinhaber der neu gegründeten Skagen Aquaculture. Die Eigener haben ihre Investitionen über eine Holding namens Danish Sustainable Fish Farming getätigt, der auch 33 % von Danish Salmon in Hirtshals gehören. Danish Salmon machte jüngst Schlagzeilen, als die japanischen Seafood-Konzerne Nippon Suisan Kaisha (Nissui) und Marubeni 66,7 % der Anteile erwarben. Er wisse, sagt Petri, dass man bislang nur eines von wenigen Unternehmen sei, die eine landgestützte Farm dieser Größe bauen, doch angesichts von sechs bis sieben Jahren Erfahrung mit Kreislaufanlagen sei er zuversichtlich: die RAS-Technologie habe inzwischen einen Reifegrad erreicht, mit dem man in puncto Kosten mit Meeresfarmen mithalten könne. Im Herbst 2020 will Skagen Aquaculture die ersten Mitarbeiter einstellen, die sich bereits am Bau beteiligen, und bereits Anfang 2021 wolle man mit der Fischproduktion beginnen.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
16.04.2020 Dänemark: Japaner übernehmen Lachs-Kreislaufanlage
06.11.2019 Dänemark: Danish Salmon kämpft mit technischen Problemen
26.07.2019 Dänemark: Sashimi Royal will 2020 die Gewinnzone erreichen





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[23.06.2020] Ostseefischerei: ICES empfiehlt erneut Fangstopp für mehrere Bestände

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