11.12.2019

Wissenschaft: Computersoftware berechnet Standorte für die Aquakultur

Forscher der Kieler Universität haben eine Computersoftware entwickelt, mit deren Hilfe geeignete Areale für die Offshore-Aquakultur eingegrenzt werden können, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums. Dabei hat ein Team unter Leitung von Prof. Dr. Roberto Mayerle vom Kiel Marine Science, dem Zentrum für interdisziplinäre Meereswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, globale Modelle und Satellitendaten genutzt, um daraus Meeresströmungen und Seegang auch in entlegenen Regionen zu berechnen. Die wissenschaftlichen Grundlagen wurden mit dem bereits 2010 beendeten, vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsprojekt SYSMAR gelegt, in dessen Mittelpunkt ökologisch nachhaltige Lösungen für Aquakulturen in Indonesien standen. Vor allem beim Bau großer Fischzuchtanlagen müssen viele Faktoren wie Strömung, Salzgehalt, Temperatur und Seegang berücksichtigt werden, sagt Mayerle, der Leiter des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste (FTZ) in Büsum ist. Die Forscher um Mayerle wollen die Software unter Nutzung von Künstlicher Intelligenz und moderner Messtechnik weiter optimieren, um den Schutz von Offshore-Farmen vor extremen Wetterlagen zu verbessern. Im nächsten Jahr soll vor Bali der Prototyp einer Fischzucht installiert werden, die über hydraulische Systeme nach unten gefahren werden kann. Ausgerüstet werde die Farm mit Messinstrumenten der Kieler Forscher.

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