02.02.2016

USA: FDA verbietet Import und Verkauf von Gen-Lachs

Die US-amerikanische Lebensmittelaufsicht FDA hat für genetisch modifizierten Lachs ein Import- und Handelsverbot ausgesprochen - gerade einmal zwei Monate nach Zulassung des GM-Lachses für den menschlichen Verzehr, schreibt das Portal IntraFish. Das Verbot gelte solange, bis die Behörde Richtlinien für die korrekte Etikettierung des Lachses veröffentliche. Das wiederum könne möglicherweise Jahre dauern, heißt es in einem Bericht der US-Tageszeitung 'The Washington Post'. Die US Food and Drug Administration (FDA) hatte den Lachs Ende November 2015 zum Verkauf zugelassen, gut 20 Jahre nach Antragstellung durch den Produzenten AquaBounty. Der gentechnisch veränderte Lachs - Markenname: "AquaAdvantage Salmon" - erreicht die angestrebte Marktgröße schneller als konventionell gezüchteter Atlantischer Lachs. Eine ergänzende Ausweisung von genetisch modifizierten Lebensmitteln ist vorgesehen, wenn es zwischen dem veränderten Lebensmittel und seinem natürlichen Pendant "materielle Unterschiede" gebe, wie beispielsweise "unterschiedliche Nährwerte". Im Falle von AquaAdvantage-Lachs hatte die FDA derartige Abweichungen nicht festgestellt. Dennoch setzte sich die US-Senatorin für den Bundesstaat Alaska, Lisa Murkowski, für eine entsprechende Kennzeichnung ein. Entsprechend kommentierte die Politikerin die jüngste FDA-Entscheidung als "einen großen Schritt vorwärts in unserem Kampf gegen 'Frankenfisch'."

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