13.01.2022

Norwegen will MSC-Zertifikat für Küstenkabeljau bis Ende 2023 erneuern

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Norwegens Fischerei hofft, die im August 2021 verlorene Zertifizierung des Marine Stewardship Councils (MSC) für den Küstenkabeljau bis zum Beginn der Winterfangsaison 2023 wieder zu erhalten, meldet das Portal IntraFish. Der Verlust des blau-weißen Nachhaltigkeitslabels für rund 264.000 t Kabeljau hat ein größeres Loch in die weltweite Lieferkette für MSC-zertifizierten Weißfisch gerissen. Und die innerhalb der Zwölf-Meilen-Zone Norwegens betriebene Fischerei auf den Kabeljau macht auch einen erheblichen Teil der gesamten Fischerei des Landes aus. Zunächst war der Norwegische Fischerverband (Norges Fiskarlag) optimistisch, die MSC-Zertifizierung bereits im Januar 2022 wieder zu erhalten. Das habe sich jedoch als zu ambitioniert erwiesen. Jetzt habe der Verband einem realistischeren Zeitplan zugestimmt. Ziel sei es, dass der Kabeljau zur Winterfangsaison 2023 wieder MSC-zertifiziert ist. Voraussetzung: die Fischereiwissenschaftler haben bis dahin die benötigten Daten gesammelt. Unklar ist, ob der bislang zertifizierte Kabeljau jetzt am Markt geringere Preise erlöse. Das Öko-Label habe eine umso größere Bedeutung, je mehr Cod am Markt sei. Ersten Meldungen zufolge haben Großhändler und Verarbeiter für den Küstenkabeljau weniger bezahlt, weil sie befürchten, dass ihnen ihre LEH- und Foodservice-Kunden weniger zahlen werden.
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