30.10.2023

Bremerhaven: Fischereihafen will bis 2030 klimaneutral sein

Eine der größten firmenübergreifenden Klimaschutz-Initiativen in der deutschen Wirtschaft läuft im Bremerhavener Fischereihafen, meldet die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG). Bis zum Jahr 2030 soll das Ziel "Klimaneutraler Fischereihafen" erreicht werden. Als "ehrgeizig, aber machbar" bezeichnet Bremerhavens Oberbürgermeister und FBG-Aufsichtsratsvorsitzender Melf Grantz das Vorhaben. Gestartet im Sommer 2023, ist die "Climate Cooperation Fischereihafen" (kurz: CCF) in wenigen Monaten schon weit vorangekommen. "Innerhalb kürzester Zeit wurden von allen Projektpartnern Ressourcen zur Verfügung gestellt, Experten eingebunden und eine Lernkurve erreicht, die zuvor undenkbar war", sagt Maik Busse, Vorstandsmitglied der Frosta AG.

Mehrere bereits durchgeführte Studien, maßgeblich finanziert durch das Land Bremen, liefern Daten für einen "Digitalen Zwilling" der Energiesysteme im Fischereihafen. Eine Analyse zeige, dass "wir mit dem vorhandenen PV- und Windenergie-Potential einen Strom-Eigendeckungsgrad in Höhe von 64 % erreichen könnten", meint FBG-Projektleiter Dr. Alexander David. Weitere Maßnahmen wie der Einsatz fassadenintegrierter Photovoltaik und – als wesentlicher Beitrag – Energiesparmaßnahmen bei den Stromverbrauchern wären für die 100 %-Marke erforderlich. FBG-Geschäftsführerin Petra Neykov ist zuversichtlich: "Die Idee einer autarken Energieversorgung des Fischereihafens mit Strom aus Windenergie und Photovoltaik kann Realität werden."
Bremerhaven: Fischereihafen will bis 2030 klimaneutral sein
Foto/Grafik: FBG
Der Bremerhavener Fischereihafen soll bis zum Jahr 2030 "klimaneutral" werden. Foto: Olaf Schröder, Prokurist und Bereichsleiter Technischer Betrieb und Energie- und Wasserversorgung bei der FBG, stellt bei der Frosta AG erste Ergebnisse vor.
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