16.05.2011

Krabbenfischer-Streik geht in die vierte Woche

Die Krabbenfischer haben ein verbessertes Angebot des Handels abgelehnt, da dieses noch keine kostendeckende Fischerei erlaube. „Zu Ostern hat der Handel uns erzählt, 1,27 Euro pro Kilogramm wäre der marktgerechte Preis. Drei Wochen später sagen sie jetzt, 2,20 Euro wären marktgerecht. Das ist alles nicht mehr glaubwürdig,“ bewertet der Vorsitzende der Büsumer Krabbenfischer, André Hamann, die aktuellen Vorschläge. Kleinere Händler hätten bereits 3,- Euro/kg geboten. Die Fischer wollten jedoch erst wieder fahren, wenn die beiden marktbeherrschenden holländischen Großhändler Heiploeg und Klaas Puul Perspektiven für eine kostendeckende Fischerei auf diesem Niveau eröffnen. Am kommenden Mittwoch trifft sich in Vertretung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner deren Staatssekretär Dr. Robert Kloss mit Vertretern der Krabbenfischer in Cuxhaven. „Wir freuen uns darüber, dass sich die Bundesregierung für einheimische Arbeitsplätze einsetzt und nicht nur den Euro, Griechenland und Portugal retten will“, meinte Hamann mit Blick auf das anstehende Gespräch. Derweil haben Dänen, Deutsche und Holländer Unterstützung auch aus England erhalten. Die rund 20 britischen Krabbenfischerbetriebe wollen in Zukunft stärker mitarbeiten und sich der transnationalen Erzeugergemeinschaft anschließen.
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