02.07.2012

Fangempfehlungen: Wachsende Bestände erlauben höhere Nordsee-Quoten

Bei vielen Nordsee-Fischarten wachsen die Bestände. Während der ICES (Internationale Rat für Meeresforschung) bei einigen Arten höhere Fangquoten vorschlägt, raten die Wissenschaftler in ihren Ende Juni in Kopenhagen veröffentlichten Fangempfehlungen auch zu einigen Quotensenkungen. Der Nordseehering zeigt bei nachhaltiger Bewirtschaftung stabile Bestände, so dass die Fangquoten erneut um 15 Prozent angehoben werden können. Ähnliches gilt für den Seelachs: er zeigt eine deutliche Bestandszunahme, so dass die Bewirtschaftung auch bei einer Erhöhung der Quote um 15 Prozent als nachhaltig bezeichnet werden kann. Auch bei der Scholle ist dank einer Laicherbiomasse in der Rekordhöhe von fast 600.000 Tonnen ein Quotenzuschlag von 15 Prozent möglich. Bei Kabeljau und Seezunge hingegen werden trotz wachsender Bestände Quotenabsenkungen empfohlen. Der Kabeljaubestand wächst in der Nordsee das 6. Jahr in Folge und hat sich seit dem Tiefstand 2006 mehr als verdoppelt. Um das Ziel eines maximalen Ertrags schneller zu erreichen, empfiehlt der ICES eine Absenkung um 20 Prozent. Obwohl sich der Seezungenbestand von rund 35.000 auf 47.000 Tonnen erhöht hat, verspricht sich der ICES von einer Quotenabsenkung um 25 Prozent weitere Ertragszuwächse.
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