21.06.2013

Morpol: Investitionen erhöhen Kapazität mittelfristig um 75 Prozent

Die Marine Harvest-Tochter Morpol investiert in Schottland, Polen, Deutschland und Frankreich gegenwärtig mehr als 45 Mio. Euro, um Effizienz und Produktionskapazität zu steigern. Am Hauptstandort im polnischen Ustka rationalisierte Morpol alleine im vergangenen Jahr mit Geldern in Höhe von 11,6 Mio. Euro, schreibt das Portal IntraFish. Teil des Upgradings sind unter anderem neue Filetier- und Salzungstechnik sowie zusätzliche Kühlräume. Kurz vor der Vollendung stehe eine Produktion in Frankreich (Investition: 2,5 Mio. Euro), die jetzt schon als Verteilzentrum genutzt werde. Sie soll für weitere 3 bis 4 Mio. Euro zum Schneide- und Packbetrieb ausgebaut werden, um insbesondere den französischen Markt zu bedienen. Ein für 3 Mio. Euro gebauter Verarbeitungsbetrieb in Deutschland könne voraussichtlich im September starten. Morpols aktuell größtes Projekt (Investition: 22 bis 27 Mio. Euro) nahe der schottischen Stadt Edinburgh soll Anfang 2014 in Betrieb gehen - mit einer Kapazität von 40.000 t. Diese "Langzeitinvestition", so Morpol-CEO John-Paul McGinley, war aufgrund der schlechten Ertragslage ins Stocken geraten. Die hohen Preise für Lachsrohware hatten Morpol im 1. Quartal 2013 trotz eines Mengenzuwachses um 21 Prozent Verluste von 5,2 Mio. Euro beschert. Das 1. Quartal 2012 war noch mit einem Gewinn von 14,9 Mio. Euro abgeschlossen worden. Wenn die Betriebe in allen vier Ländern voll operativ sind, könne Morpol rund 75 Prozent mehr produzieren.

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