02.05.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Zandergenom wird weltweit erstmals erforscht

Wissenschaftler in Mecklenburg-Vorpommern wollen die Gesamtheit der genetischen Informationen des Zanders identifizieren. Heute übergibt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes, den Fördermittelbescheid für das Projekt am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf, das insgesamt 996.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) und des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhält. Das Zandergenom sei "nahezu unerforscht", teilte Minister Backhaus mit. Das Projekt "Diversitätsanalyse des Zandergenoms zur Entwicklung molekularer Bioindikatoren für die fischgerechte regionale Aquakultur" solle weltweit erstmalig das komplette Genom des Zanders feststellen und die Ergebnisse für nachfolgende genetische Forschungen am Zander und anderen Barschartigen frei verfügbar machen. Dabei gehe es auch um das Tierwohl der Fische in modernen Aquakulturanlagen. Es sollen Biomarker beim Zander gefunden werden, die als Parameter für das Wohlbefinden des Fisches in der weiteren Züchtung genutzt werden können. In Kooperation mit dem Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern sollen die Ergebnisse im Jahre 2020 vorgelegt werden.

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