14.02.2019

Malta: Korruptionsverdacht - Generaldirektorin Fischerei entlassen

Die Generaldirektorin für Fischerei von Malta, Andreina Fenech Farrugia, ist wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ihres Amtes enthoben worden, meldet die Times of Malta. Die Entlassung erfolgte, nachdem die spanische Online-Tagszeitung El Confidencial einen Telefonmitschnitt der Direktorin veröffentlicht hatte, in dem diese von dem Thunfisch-Magnaten José Fuentes Garcia Geld gefordert hatte. Fuentes ist Chef der Grupo Fuentes, des weltweit größten Händlers von Rotem Thun. Die Gruppe besteht aus mehr als 40 Unternehmen, darunter Mare Blu Fishing, ein Thunfischmastbetrieb auf Malta. Garcia soll verantwortlich sein für einen illegalen Thunfischhandel, der von den Behörden auf einen Wert von 25 Mio. Euro geschätzt wird. In diesem Zusammenhang hatten spanische Behörden im Juni 2018 insgesamt 79 Beteiligte festgenommen. Schon damals war vermutet worden, dass eine Führungsperson in Maltas Fischereiministerium es ermöglicht hatte, Thunfisch aus illegaler Fischerei in den spanischen Markt zu schleusen. Farrugia war seit 2013 zum zweiten Mal Generaldirektorin für Fischerei, obwohl sie 2010 schon einmal gefeuert worden war.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.11.2018   Spanien/Malta: "Größter Schlag gegen illegalen Thunfischhandel"
01.10.2018   Frankreich: Fischerei auf Roten Thun startet MSC-Verfahren
11.11.2015   Brüssel: Verbrauchertäuschung bei jedem dritten Fisch
Stichworte
FischMagazin
FischMagazin
Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Verlag