01.03.2019

Hamburg: Stintsaison noch schlechter als 2018

Fischer von der Unterelbe melden in diesen Wochen schlechte Fänge, schreibt das Hamburger Abendblatt. "Die Fangmenge an Stint hatte 2018 ihren bisherigen Tiefpunkt erreicht. Nun sieht es so aus, dass sie in diesem Frühjahr noch einmal deutlich unterschritten wird", zitiert das Hamburger Abendblatt den Biologen Dr. Veit Hennig von der Universität Hamburg. Er fragt seit Jahren die beiden Fischer Claus und Harald Zeeck an der Unterelbe sowie Wilhelm Grube in Hoopte nach deren Fangzahlen. Die Familie Zeeck aus Geversdorf an der Oste, die bereits im Januar mit der Stint-Fischerei begonnen hatte, teilte mit, dass ihnen nur etwas mehr als die Hälfte der Vorjahresmenge in die Netze gegangen sei. Lothar Buckow aus dem Jorker Ortsteil Wisch berichtete, dass er ein Drittel der Vorjahresmenge gefangen habe. Auch Wilhelm Grube meldete, dass ihm nur am ersten Fangtag Anfang dieser Woche die passable Menge von 350 Kilogramm in die Reusen geschwommen sei - ansonsten seien die Fänge schlecht. Einige Restaurants in der Region zwischen Over und Hoopte würden schon auf den Stint verzichten, weil sie in den vergangenen Jahren Probleme hatten, Fische zu bekommen, sagt Karl-Rudolf Sievers von Sievers Gasthaus in Hoopte, betont aber gegenüber dem Abendblatt: "Wir verkaufen seit dem 23. Februar Elbstint, weil wir die Lieferungen rechtzeitig gesichert haben."

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