01.11.2019

Handelskrieg USA-China: Schwere Auswirkungen, doch Geschäft geht weiter

Der anhaltende Handelskrieg zwischen den USA und China hat erhebliche Auswirkungen auf die Seafood-Geschäfte der beiden Nationen, schreibt IntraFish. Dennoch sind führende US-Produzenten weiterhin in China aktiv, meldet das Portal SeafoodSource von der aktuell laufenden China Fisheries and Seafood Expo in Qingdao (31.10. - 2.11.2019). Die Handelsdaten für 2018 dokumentieren einen Rückgang der chinesischen Einfuhr von gefrorenem ganzen Pazifischen Wildlachs um 56% auf 122,5 Mio. Euro und von gefrorenem ganzen Kabeljau ein Minus von 37% auf 82 Mio. Euro. Chinesische Exporteure schauen sich nach neuen Märkten um und haben dabei gerade angesichts der im Lande grasenden Schweinepest den Binnenmarkt im Visier.

Auf der anderen Seite stellen auf der Seafood-Messe in Qingdao derzeit viele US-Produzenten aus. Christopher Lee, Direktor des Tintenfisch-Spezialisten SeaFresh USA, bestätigt zwar, dass der Zoll von 25% seinem Unternehmen extrem zu schaffen mache. Doch der chinesische Markt und die über Jahrzehnte aufgebaute Logistikkette seien zu relevant und stark, um sie so schnell aufzugeben: "Kein südostasiatisches Land könnte derartiges über Nacht aufbauen." Für Trident Seafoods, eines der größten Seafood-Unternehmen der USA, das auch in Deutschland produziert, teilt Jeffrey Welbourn, Leiter des chinesischen Büros, mit, dass man trotz der Zölle in allen drei Geschäftsbereichen wachse. Die Zölle hätten nur das Wachstum verlangsamt. Auch er betont, dass China "einer der wichtigsten, wachsenden Märkte der Welt sei - und wir werden noch hier sein, lange nachdem die Zölle abgeschafft sind."

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14.05.2019   USA/China: Handelskrieg eskaliert
02.10.2018   USA: Keine Strafzölle auf TK-Lachsfilets
19.09.2018   USA: Keine Strafzölle auf gefrorenen Alaska-Pollack und Kabeljau
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