21.10.2020

Nordsee-Geschäftsführer: "Verhandlungen machen jetzt keinen Sinn"

Der Geschäftsführer der Fischrestaurantkette Nordsee, Carsten Horn, betonte im Gespräch mit dem Weser-Kurier noch einmal, dass Verhandlungen über einen Sozialtarifplan aktuell keinen Sinn machten, "weil es noch keine Maßnahme gibt, über die wir reden könnten." Pläne, die Verwaltung nach Hamburg zu gehen, gebe es entgegen anderslautender Gerüchte nicht, betonte der Manager, der persönlich in Hamburg wohnt. Horn, Nordsee-Geschäftsführer seit Februar diesen Jahres, begründete die Verzögerungen im Entscheidungsprozess mit der anhaltenden Corona-Situation, die der Nordsee alleine für die Monate März bis Juni Verluste in zweistelliger Millionenhöhe beschert habe: "Die Vokabel verheerend ist nicht übertrieben." Im März waren sämtliche 370 Filialen geschlossen.

Für Horn steht im Mittelpunkt die Frage, wie man die Nordsee zukunftsfähig gestalte: "Nordsee ist eine tolle Marke, muss sich aber verändern. Dafür brauchen wir, neben unseren Experten im Haus, Leute mit internationaler und digitaler Erfahrung." Diese seien in Bremerhaven nur schwer zu finden: "Die Leute, mit denen wir das im Moment machen, sind alles Freelancer aus anderen Städten." Carsten Horn sieht Potential bei der Produktinnovation. Außerdem müsse die Nordsee "vom Ambiente einen Tick wärmer werden, um mitzuhalten." Das Snackgeschäft müsse intensiviert, Lieferungen nach Hause stark vorangetrieben werden. Das geschehe bislang nur an wenigen Standorten. Derzeit könne die Nordsee jedoch "angesichts des Umsatzes nicht ansatzweise mit Volllast fahren."

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