26.10.2020

Namibia: Seehecht-Fischerei steht kurz vor der MSC-Zertifizierung

Die Fischerei auf den Kap-Seehecht vor der Küste Namibias dürfte Mitte November eine Zertifizierung des Marine Stewardship Councils (MSC) erhalten, meldet das Portal IntraFish. Damit wäre dann die gesamte fischereiliche Ressource dieses vor Südafrika und Namibia gefangenen Weißfischs - jährlich fast 300.000 t - als nachhaltig und gut gemanaged zertifiziert. Die Quote für den Merluccius capensis für das kommende Jahr 2021 teilt sich nahezu hälftig auf Südafrika mit 139.000 t und Namibia mit 154.000 t auf.

Namibias Seehecht-Fischerei, die mit demersalen Schleppnetzen und mit Langleinen erfolgt, begann ihren Zertifizierungsprozess 2017. Ein abschließender Bericht des unabhängigen Zertifizierers Control Union (Großbritannien) wurde am 21. Oktober 2020 veröffentlicht und kann 30 Tage lang kommentiert werden. Bislang meldet die Control Union keinerlei Einwände gegen die beabsichtigte MSC-Zertifizierung. Von dem MSC-Zertifikat verspricht sich Michael Marriott, MSC-Vertreter für Südafrika, die Sicherung bestehender und die Erschließung neuer Märkte. Bislang erhalten Namibias Kap-Seehecht-Verarbeiter keinen Zugang zu einigen Schlüsselmärkten in Nordeuropa, weil der Fisch nicht MSC-zertifiziert ist, bestätigt Konrad Geldenhuys, Leiter Verkauf und Marketing bei der Sea Harvest Group, einer auf den Kap-Seehecht fokussierten Fischereigruppe.

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