26.06.2009

Deutscher Fischereitag: Größter Kutter-Aufmarsch geplant

Zum diesjährigen Deutschen Fischereitag in Bremerhaven werden am kommenden Dienstag bis zu 170 Kutter im Fischereihafen der Seestadt erwartet - „der größte Kutter-Aufmarsch der letzten 60 Jahre“. Das kündigt Dr. Peter Breckling an, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Kutter- und Küstenfischerei. Denn die Stimmung der Fischer sei derzeit gereizt. „In der Kritik steht besonders die Brüsseler Fischereipolitik, die zu wenig auf die Belange der kleinen Familienbetriebe Rücksicht nimmt“, meint Dr. Breckling. Obgleich die Kutterfischer seit Jahren nachhaltig und umweltverträglich arbeiteten, stehe jetzt eine ganze Reihe neuer Regelungen an, die die Fischer „als bürokratische Exzesse und völlig überzogene Überwachung“ ansehen. So sollen die Krabbenfischer mit vier verschiedenen elektronischen Systemen per Satellit überwacht werden, ohne dass dadurch Verstöße aufgedeckt werden könnten. Neben den Fangquoten sollen kW-Tage - errechnet aus dem Produkt von Motorleistung und Tagen auf See - die Fischerei weiter einschränken. Neue Regelungen im Arbeitsschutz und Unfallverhütungsvorschriften seien auf den Küstenkuttern teilweise nicht umsetzbar. Andere Nutzer auf See reduzieren die Fangebiete der Fischer zunehmend. Am Dienstag, den 30. Juni um 17:00 Uhr werden Kapitäne und Besatzungen ihre Forderungen in der Fischauktionshalle am Bremerhavener Islandkai vortragen.
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