15.01.2009

Österreich: Immer mehr Flussfische sind weiblich

Österreichs Flussfischer fangen schon seit geraumer Zeit deutlich mehr weibliche Tiere als männliche, schreibt die Tageszeitung Die Welt. Verantwortlich könnte die Verunreinigung der Gewässer mit hormonell wirkenden Substanzen sein, die von Kläranlagen nicht ausgefiltert werden und zu einer Verweiblichung der Fischpopulationen führen können, heißt es in einem Bericht von ORF-online. Demnach seien bereits zwei Drittel aller Fische in fließenden Gewässern weiblichen Geschlechts. Besonders deutlich sei diese Entwicklung bei Regenbogenforellen und Äschen, sagte Karl Wögerbauer vom oberösterreichischen Fischereiverband. Auch in Großbritannien sei dieses Phänomen beobachtet worden. Einen sicheren Beweis dafür, dass etwa Antibiotika und Verhütungsmittel sowie Bestandteile von Reinigungsmitteln, Farbstoffen, Pestiziden und anderen Chemikalien die Ursache seien, gebe es bisher allerdings nicht.
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