06.08.2026

Niederlande: Umsatz der Fischauktionen "war nie zuvor so niedrig"

Der Umsatz der niederländischen Fischauktionen sank im 1. Halbjahr 2026 auf 83 Mio. Euro – damit war er "noch nie zuvor so niedrig", schreibt die Fischerei-Zeitung Visserij Nieuws auf Basis von Halbjahreszahlen des Nationalen Beratungsgremiums für Fischauktionen (NOVA). Nicht enthalten seien die Zahlen der wichtigen Garnelenauktion Zoutkamp. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025, in dem gut 93 Mio. Euro erzielt worden waren, lag der Gesamtumsatz 10 Mio. Euro oder fast 11 % niedriger. An der Spitze beim Umsatzranking lag IJmuiden mit 30,8 Mio. Euro, gefolgt von Urk mit 27,5 Mio. Euro und Scheveningen mit 7,5 Mio. Euro. Auf Basis Menge sei das Gesamtangebot in den acht Fischauktionen nahezu unverändert geblieben, wobei Harlingen, IJmuiden, Urk und Den Oever Mengenzuwächse notierten.

Veränderungen brachte das Geschäft mit Nordseekrabben mit sich. Die Garnelenanlandungen stiegen – insbesondere in Harlingen und Den Oever – um etwa 30 %, was zu einem Rückgang des Preises von 11,42 Euro auf 6,20 Euro/kg führte. "Infolge des Preisrückgangs wurden auf den NOVA-Auktionen mit Garnelen 4 Mio. Euro weniger umgesetzt." In Urk sei der Anstieg der Anlandemengen auf Schellfisch zurückzuführen. Seit Juni werden beispiellos große Mengen Schellfisch gefangen. Während die Fischauktion Urk 2025 nur 858 t Schellfisch verkauft hatte, waren es in der ersten Jahreshälfte 2026 bereits 1.752 t und mit Stand 28. Juli 2026 sogar 3.495 t Schellfisch.
Niederlande: Umsatz der Fischauktionen "war nie zuvor so niedrig"
Foto/Grafik: SN-Verlag
Der niedrige Preis für Nordseekrabben trug mit dazu bei, dass die niederländischen Fischauktionen im 1. Halbjahr gut 11 % weniger Umsatz erzielten. Garnele wie auch Schellfisch sorgten aber dafür, dass die Angebotsmenge insgesamt stabil blieb.
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