26.10.2010

Afrikanischer Wels: Neue Farm im sächsischen Jesewitz

Im nordsächsischen Jesewitz, knapp 20 Kilometer nordöstlich von Leipzig, wird am kommenden Freitag, 29. Oktober, eine neue Aquakulturanlage für Afrikanische Welse in Betrieb genommen, teilt die Leipziger Volkszeitung mit. Zur Inbetriebnahme wird auch Sachsens Agrarminister Frank Kupfer (CDU) erwartet. In Jesewitz hat die dortige Agrargenossenschaft 630.000 Euro in eine Halle mit insgesamt 22 Becken investiert. Vier davon fassen jeweils 3.000 Tiere, die übrigen je 1.000, so dass insgesamt bis zu 30.000 Welse gehalten werden können. „Wir haben eigentlich nach einer Möglichkeit gesucht, wie wir die Wärme aus unserer Biogasanlage besser nutzen können“, sagt Dr. Reiner Dietrich, Vorsitzender der Genossenschaft. In der kalten Jahreszeit versorge die Biogasanlage 20 Häuser des Ortsteils Ochelmitz, im Sommer sei die Abwärme jedoch nicht gefragt. So wird sie nun verwendet, um Wasser- und Raumluft für die Fische auf 28 Grad Celsius zu bringen. In 150 Tagen können die Welse, die als Setzlinge gekauft werden, auf ein Marktgewicht von 1,5 kg abwachsen. Pro Kilo erhalte die Genossenschaft 1,50 Euro. Neue Mitarbeiter wurden für die Anlage nicht eingestellt, es habe jedoch Schulungen für einige der 20 Beschäftigten gegeben.
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