24.02.2011

Mecklenburg-Vorpommern: Fischer erhalten finanzielle Hilfen

Das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat den Fischern, die aufgrund der Kürzung der Heringsquote erhebliche Umsatzeinbußen haben werden, finanzielle Unterstützung zugesagt. 2011 sollen die Erlösausfälle der Fischer zu 50 Prozent ausgeglichen werden. Bemessungsgrundlage seien dabei die Durchschnittserlöse der Jahre 2007/2008, heißt es in einer Pressemitteilung. Schon im vergangenen Jahr wurden an 100 Haupterwerbsfischer der kleinen Küstenfischerei insgesamt 404.000 Euro ausgezahlt. „Die Kutter- und Küstenfischerei ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität in Mecklenburg-Vorpommern,“ begründete Minister Dr. Till Backhaus (SPD) seinen Einsatz für den Berufsstand.

Seit 2007 haben schon 76 Erwerbsfischer bedingt durch die allgemeine Überalterung und die permanente Fangquotenkürzung ihre Tätigkeit eingestellt. Jetzt sei ein Bundesprogramm, das bislang Unterstützung nur für die Dorschfischerei vorsah, erstmals auch für die Heringsfischerei geöffnet worden. Die deutsche Quote für den Heringsbestand in der westlichen Ostsee war von 2008 bis 2010 bereits um 49 Prozent reduziert worden. Für 2011 hat der EU-Ministerrat eine weitere Kürzung um 30 Prozent beschlossen. Dabei hat Mecklenburg-Vorpommerns Kutterfischerei über einen Quotentausch mit der Hochseefischerei zusätzliche 700 t Ostseehering erhalten, so dass jetzt voraussichtlich 6.400 t zu Verfügung stehen. Das seien knapp 40 Prozent der Heringsanlandungen des Jahres 2008.
FischMagazin
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