02.09.2011

Vietnam: Pangasius-Exporte stiegen im ersten Halbjahr

Vietnam hat im ersten Halbjahr 2011 mehr Pangasius exportiert als im Vorjahreszeitraum: von Januar bis zum 15. Juli wurden 344.308 Tonnen im Wert von 897,3 Mio. USD ausgeführt. Das entspricht einem Mengenplus von 4,8 Prozent und einem Anstieg des Exportwertes um 27 Prozent, schreibt das Portal Pangasius Vietnam. Wichtigster Markt sind die USA, die trotz bestehender Antidumping-Zölle in den ersten sieben Monaten 45.944 Tonnen im Wert von 161,2 Mio. USD (111,7 Mio. Euro) eingeführt haben. Dieser Anstieg um 77,1 Prozent auf Basis Menge und 99,4 Prozent im Wert ist bedingt durch ein derzeit geringes Angebot beim heimischen Catfish. Die Europäische Union hat im ersten Quartal 2011 mehr Pangasius importiert als im Vorjahres-Quartal: Polen kaufte 23 Prozent mehr, Spanien 16 Prozent und die Niederlande 9 Prozent. Nur Deutschland kaufte weniger.

Auf dem US-Markt konnten die Vietnamesen im ersten Halbjahr gute Preise von durchschnittlich 3,51 USD/Kilo (2,45 Euro/Kilo) erzielen. Zum Vergleich: für Kanada, das bis zum 15. Juli 2011 insgesamt 7.096 Tonnen Pangasius einführte, nennt „Pangasius Vietnam“ Exportpreise von 3,15 USD/Kilo (2,20 Euro/Kilo), während „andere Märkte“ im selben Zeitraum 2,61 USD/Kilo (1,82 Euro/Kilo) zahlten. Derweil habe die Vietnamesische Vereinigung der Seafood-Exporteure und -Produzenten (VASEP) schon für Juli diesen Jahres die Einführung eines neuen Mindestpreises angekündigt, heißt es in einem aktuellen Marktbericht von Globefish. Dieser solle für getrimmtes Filet bei 3,30 USD/Kilo (2,30 Euro/Kilo) und für nicht getrimmtes bei 2,30 USD/Kilo (1,61 Euro/Kilo) liegen, um den Farmern Gewinne zu ermöglichen und die Exporteure an einem Preiskampf zu hindern. Ausgenommen von diesem Mindestpreis seien die USA, da sie weiterhin Antidumping-Zölle erheben.
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