10.04.2012

Heringsfischerei in der westlichen Ostsee außergewöhnlich gut

Die deutschen Ostseefischer haben die Heringsquoten für 2012 vielfach bereits ausgefischt. Durch außergewöhnlich gute Fangmöglichkeiten endete die Heringssaison für die Berufsfischer vorzeitig, meldet der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer. Die deutsche Quote beträgt im Jahr 2012 in der westlichen Ostsee insgesamt 11.532 t. Nach Schätzungen sind davon bereits mehr als 10.000 t angelandet worden. In früheren Jahren begann die Fangsaison erst im April, jetzt ist sie an vielen Orten nach wenigen Wochen bereits wieder zu Ende, obwohl die Quote im Vergleich zum Vorjahr um 30 % erhöht wurde. Der Markt nimmt die Heringe bereitwillig auf. Die gute Nachfrage auf dem globalisierten Markt, insbesondere aus Afrika und Asien, sorgt für stabile, zum Teil sogar deutlich verbesserte Erzeugerpreise.

Vor anderthalb Jahren bezeichnete die Wissenschaft den Hering als „Sorgenfisch“ bei der Bewirtschaftung der Ostseebestände. Die Daten zeigten jahrelang zu wenig Nachwuchs, eine schlechte Rekrutierung und abnehmende Laicherbestände. Die aktuellen Bestandsdaten weisen nach Auskunft der Wissenschaft darauf hin, dass dieser Trend umgekehrt wurde und die Laicherbestände gegenüber dem Vorjahr deutlich angewachsen sind. Die beiden starken Nachwuchsjahrgänge 2010 und 2011 sind noch nicht in den Laicherbestand hineingewachsen. Für die Folgejahre erwarten Wissenschaftler weiter zunehmende Bestände und steigende Quoten. Die fischereiliche Bewirtschaftung erfolgt bereits jetzt auf dem Niveau des „maximalen nachhaltigen Dauerertrages“ (msy). Damit ist das Bewirtschaftungsziel für eine nachhaltige Fischerei schon erreicht, das die EU als Zielmarke für das Jahr 2015 beschlossen hat.
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