19.06.2013

Russland: Zertifizierung für zwei Seelachs-Fischereien "nicht vor 2014"

Die Zertifizierung der russischen Fischereien auf Alaska-Seelachs in der westlichen Beringssee und im Navarinsky-Becken wird sich erneut um mehrere Monate verzögern, schreibt das Portal IntraFish unter Berufung auf den Zertifizierer Intertek Moody International. Der Bericht zu den beiden pelagischen Schleppnetzfischereien, der die öffentlichen Kommentare mit einbezieht, solle im September 2013 veröffentlicht werden und die Zertifizierung sei für Januar 2014 geplant. Sollte die AP-Fischerei im Ochotskischen Meer ihre Zertifizierung erhalten - was jeden Tag geschehen könne -, könnten 60 Prozent des in russischen Gewässern gefangenen Alaska-Pollacks das MSC-Label tragen. Ursprünglich war die Zertifizierung für die Navarinsky-Fischerei für September 2012 erwartet worden, dann für das erste Quartal 2013. Insofern sind viele Einkäufer weiterhin skeptisch. Guido Worch, Qualitätsmanager beim Tiefkühl-Lieferdienst Bofrost, rechnet mit einer erneuten Verschiebung. Derzeit kosten Seelachsfilets aus russischer Fischerei rund 112,5 bis 150,- Euro/t (150,- bis 200,- USD/t) weniger als zertifizierter AP. Worch könne sich allerdings nicht vorstellen, dass der Fisch noch erheblich preiswerter bzw. dass russischer Pollack nach Zertifizierung teurer werde.

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08.01.2013   Russland: Alaska-Seelachs nähert sich der MSC-Zertifizierung
11.02.2013   Alaska-Seelachs: "Kaum Marktrelevanz für russischen MSC-Pollack vor 2014"
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