13.08.2013

Russland: Wildlachsfänge brechen um 40 Prozent ein

Die Wildlachsfischerei im russischen Fernen Osten ist in diesem Jahr um 40 Prozent auf etwa 50.000 t eingebrochen, teilt die Russische Fischerei-Union mit. Damit setzt sich ein seit mehreren Jahren beobachteter Trend fort: konnte Russland im Jahre 2011 noch 170.000 t Wildlachs anlanden, waren es 2012 nur noch 110.000 t. Experten des gesamtrussischen Forschungsinstituts für Fischerei und Ozeanographie nennen als Ursachen zu hohe Quoten und weit verbreitete illegale Fischerei. Die Wissenschaftler prognostizieren für 2014 einen weiteren Rückgang auf 25.000 bis 30.000 t und ab 2015 werde die jährliche Fangmenge, sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, auf nicht mehr als 10.000 bis 15.000 t einbrechen. Die Forderung der Forscher: ein Verbot der Lachsfischerei für die nächsten zehn Jahre. Alexander Saveliev, PR-Mitarbeiter der Russischen Fischerei-Behörde Rosrybolovstvo, unterstütze den Vorschlag. Schon jetzt haben die rückläufigen Fangmengen die Marktpreise in die Höhe getrieben. Der Preis für Wildlachs habe sich im letzten halben Jahr verdoppelt, der Preis für Wildlachs-Kaviar in Kamtschatka sei von 27,40 Euro/kg nach offiziellen Angaben auf 57,- Euro/kg gestiegen. In anderen russischen Regionen kostet das Kilo schon 137,- Euro bis 160,- Euro.

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